| Re: Giaudere Brücke – Hacikir (Adana) Moin Mupli, um bei den anderen Threads nicht zu sehr »off topic« zu gehen, antworte ich mal hier. Freut mich ja, dass ich dir – als Kenner dieser Gegend – auch mal einen Tipp geben konnte ... Habe übrigens mittlerweile recherchiert, das ein »Giaur« im pers.-türk. Sprachgebrauch einen »Heiden, Ungläubigen« bezeichnet. Soll sogar schon in einem Karl May verwendet worden sein. Die Brücke ist so einmalig, dass sie fast als Synonym für die ganze Bagdad-Bahn benutzt wird.
Meine Frau ist schon ganz heiß, die Gegend zu erkunden, was 2013 auch die Chance erhöht, dass wir uns mal kennen lernen. Wobei: So ganz ungeläufig ist uns die Gegend ja auch nicht. So lohnt Anavarza wirklich, liegt – von Süden kommend – etwa eine halbe Stunde vor Kozan, ein paar km östlich der Hauptstraße. Etwas nördlich bei Tufanbeyli/Doganbeyli spielt die Episode, wo wir mal unvermittelt zu einer Trauerfeier ins Haus der Verstorbenen geladen wurden. Gerne würde ich auch mal zur Festung Karasis ein paar km nördlich von Kozan. Die Festung liegt sehr versteckt, ich weiß gar nicht, ob die schon wirklich erreichbar ist, entdeckt wurde sie erst vor ein paar Jahren vom Hubschrauber aus. Es gab mal einen ausführlichen Artikel in »Bild der Wissenschaft«. Man zog in Erwägung, dass dort der legendäre Diadochenschatz nach dem Tod Alexanders gehortet worden sein könnte.
Von Norden kommend war die Strecke für uns seinerzeit eine echte Marter, Regen ohne Ende, viele Baustraßen mit LKW. Wir haben dann in Kozan übernachtet, am nächsten Morgen konnten wir bei strahlendem Sonnenschein eben Anarvarza besichtigen und dann durch die Kilikische Pforte, wobei wir die Autobahn soweit wie möglich gemieden haben.
Jetzt muss es nur noch Mai werden ...
Gruß Detlev |