| Re: Deutscher Führerschein Moin, noch im September haben zwei Bekannte auf ihren Motorrädern gelöhnt: gemessenes Tempo und Tarif kenne ich nicht, aber es lief nach dem schon geschilderten Prozedere, also Barzahlung an Ort und Stelle mit entsprechendem Nachlass.
Eher anekdotisch sind meine Erfahrungen damit – nach etwa 35.000 km mit dem Motorrad in der Türkei habe ich noch nicht zahlen müssen, sicher auch dem wachen Blick geschuldet, mit dem ich immer weit im voraus den Fahrbahnrand »scanne«.
Zweimal dachte ich, es sei soweit. Wir machten eine Rast kurz vor K.Maras. Ein junger Mann an einem Gemüsestand gab mir den Tipp, dass ein paar Kilometer weiter ein »Blitzer« steht. Ich hatte das schon fast wieder vergessen, als ich dann – ausnahmsweise links – etwa 200 Meter vor mir ein Zivilfahrzeug stehen sah, von dem wilde Lichthupenzeichen ausgingen. Als das nicht aufhörte, kapierte ich endlich: Der will mich warnen! Also Geschwindigkeit gedrosselt, Helmvisier auf und mit breitem Grinsen passiert. Der Fahrer – tatsächlich ein Sheriff mit Radar – grinste zurück. Ich nehme an, der Gemüsejunge hatte dessen Telefonnummer und ihn um Schonung gebeten.
In einem anderen Jahr hatten wir unsere Tour wieder knöllchenfrei fast beendet. Kurz vor Kesan, also nicht weit von der Grenze, kann man schön Gas geben. Ich war nicht allzu schnell, war mir aber sicher, dass mich der Blitzer erwischt hatte. Und tatsächlich: Kurz vor Kesan war die Straßensperre. Wir wurden rausgewunken und der Polizist marschierte mit strengem Blick zunächst zu meiner hinter mir haltenden Frau. Nachdem er irgendwas mit ihr verhackstückt hatte, kam er zu mir. Breit grinsend holte er hinter seinem Rücken ein kleines Tablett mit »Teilchen« hervor und forderte mich auf, mich zu bedienen. Mit einem freundlichen »Iyi yolculuklar!« verabschiedete er uns aus der Türkei.
Detlev |