| Re: Aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise für die Türkei Ja, sollte man schon lesen – nur: Was es wirklich bringt bzw. welche Konsequenzen man daraus ziehen sollte, bleibt ziemlich offen. Meine Frau und ich waren 2008 mit unseren Motorrädern u.a. in der Osttürkei – Mardin, Midyat, Bitlis, Batman, Van, Dogubayazit etc. Zu der Zeit waren die AA-Sicherheitshinweise sehr moderat, halt das Übliche für die Gegend. Kurz nachdem wir wieder zu Hause waren, geschah die Entführung der Treckinggruppe am Ararat, die Sicherheitshinweise wurden verschärft (bin mir nicht sicher, ob bis hin zur Warnung). Aber welche Folgerungen sollten sich daraus für uns ergeben? Hätten wir, wenn uns zu unserer Reisezeit etwas passiert wäre, darauf »bestehen« sollen, dass es da doch keine Warnung gegeben hätte? Oder wäre es andersrum wesentlich leichtsinniger gewesen, drei Wochen nach unserem Aufenthalt dahin zu fahren? Mir ist schon klar, dass das Auswärtige Amt im Rahmen einer gewissen Fürsorgepflicht diese Hinweise herausgibt, manchem, der mit dem betreffenden Land noch nicht vertraut ist, mag es auch helfen, doch was es letztlich bringt ... Okay, in eine akute Kampf-, Bürgerkriegs- o.ä. -Situation würden wir uns auch nicht sehenden Auges begeben. Aber wir sagen uns: Wer so und in eine Gegend reist, wie wir, geht, ohne leichtsinnig zu sein, eh ein gewisses Risiko ein. Und dann versuchen wir eher, vor Ort den »Buschfunk« zu hören und dann zu entscheiden. So galt etwa zu jener Zeit Sirnak hierzulande als absolute NoGo-Area, vor Ort sah man das differenzierter und gab uns Tipps, was man wo tun und was lieber lassen sollte. Wenn dann doch mal was passieren würde, dann würde ich mich auf jeden Fall nicht darauf berufen, dass das AA durch keine Warung ausgesprochen hatte.
Gruß Detlev |