| Wechselgeldtrick der Istanbuler Taxifahrer Ich war vorige Woche in Istanbul und wieder habe ich festgestellt, dass vor allem die Taxifahrer immer noch mit dem gleichen Wechselgeldtrick arbeiten. Beispiel: Angenommen, der Fahrer verlangt am Ende der Fahrt 25 YTL. Man greift ins Portemonnaie, findet 20 Lira und drückt sie dem Taxifahrer vertrauensvoll in die Hand. Noch während man den Restbetrag in kleinen Scheinen oder Münzen heraussucht, kann es schon sein, dass der Taxifahrer den Fahrgast zu verwirren beginnt, im dreistesten Fall durch einen »hilfreichen« Griff in die Geldbörse des Gastes. Hat man den Rest des Fahrpreises zusammen und will sie dem Taxifahrer überreichen, zeigt der einem meist wortlos, aber mit vorwurfsvollem Blick die Hand, in der vorher der 20-Lira-Schein war, sich jetzt aber plötzlich ein wesentlich kleinerer Schein, eventuell sogar nur ein Ein-Lira-Schein befindet. Wenn man nicht, wie in meinem Fall, genau weiß, dass man überhaupt gar keinen Ein-Lira-Schein besessen hat, ist man in der Regel versucht, den »Irrtum« auf seine eigene Person zu schieben, und korrigiert, womöglich noch unter Entschuldigungen, den Zahlungsbetrag. Weist man den Taxifahrer energisch darauf hin, dass man korrekt gezahlt hat, gibt es von seiner Seite nur schwache Proteste, bevor er sich zügig entfernt. Er wird froh sein, dass man sich in der Aufregung weder irgendwelche Daten hat geben lassen noch die Autonummer gemerkt hat. Ich bin in Istanbul bisher dreimal Taxi gefahren und dreimal hat man den gleichen Trick probiert. |