| Re: Es war einmal... Schade..............
ja es ist wirklich schade, was aus einer so schönen Region geworden ist. Aber sind wir denn nicht selbst daran schuld??? Die Plantagen und Grundstücke, die an den Küsten privaten Personen gehörten, wurden früher für landwirtschaftliche Zwecke genutzt. Als schließlich einige gemerkt haben, daß europäer Interesse an diesem Land haben, wurden diesen Privatpersonen Vorschläge unterbreitet, diese Grundstücke bzw Ackerländereien für den Tourismus zu nutzen. Es wurden Hotels errichtet, noch und nöcher auf deutsch gesagt. Anschließend kamen Investoren aus verschiedenen anderen Gebieten (auch Ausland) die Golfplätze usw errichtet haben. Das Resultat ist zu sehen!!! Betonwüsten und für das Volk geschlossene Anlagen. Obwohl der Strand Eigentum der Allgemeinheit ist, dürfen private Personen bzw Familien an manchen Stellen nicht an den Strand, da die ansässigen Hotels diese Plätze angeblich gemietet bzw gepachtet haben. Dies war früher auch nicht möglich!!!
Die Urlauber, die die Türkei besuchen, kommen zu 90 %, da es sehr günstig ist um den Urlaub zu verbringen. Ansonsten haben die meisten keine Interesse am Land selber. Komunikationen mit dem einheimischen Volk möchten die meisten nicht haben. Es gibt sogar »Urlauber«, die die gesamte Urlaubszeit »nur« im Hotel verbringen, noch nicht einmal die nächstgelegene Ortschaft besichtigen möchten. Ich bin überzeugt davon, wenn die Preise in der Türkei, die der Spanier erreicht haben, so wird die Türkei nicht mehr soo gut besucht wie es jetzt ist.
Auch ist es mit der Gastfreundlichkeit, die früher hier in diesen Regionen geherrscht hat, nicht mehr so, wie es mal war. Um die Türkei und auch die türkische Kultur kennenzulernen, muss man jetzt, leider Gottes, in das Landesinnere fahren.
Konnte man denn vor 25 Jahren in irgendeinem Restaurant in der Türkei bzw dieser Region ein »Wiener Schnitzel« oder auch ein »Pfannekuchen« bekommen???? Dies sind alles Artikel, die auf Nachfrage auf den Markt gebracht wurden. Es gibt ein Sprichwort »Was der Bauer nicht kennt, das isst er nicht«, so war es auch damals, als die ersten europäischen Gerichte hier zubereitet (oder es zumindest versucht, es so hinzukriegen) wurden.
Wie es in Zukunft aussehen wird, das wollen wir abwarten, allerdings sehe ich persönlich es nicht rosig.
Wünsche alle Türkeiliebhaber angenehme Jahre in diesem wunderschönen Land.
mfg
s.b. |