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Türkei Forum
Thema
s.b. | 05.11.2007 | 10:56 Uhr | ID 50918
EU und Türkei

Hallo an Alle,

Wie ich aus den Texten der einzelnen Personen lese, sind einige der Leser daran interessiert oder haben nichts dagegen, daß die Türkei in die EU beitreten sollte oder könnte.

Wiederum lese ich Texte, die dies ablehnen. Natürlich kann ich die Meinung dieser Personen nur respektieren, solange deren Argumente wirklich ernsthaft dargestellt werden und nicht frei ergriffen sind, die unser Land und Bevölkerung mit die der Araber vergleichen. Wobei ich auch hinzufügen muss, daß die Araber auch eine Kultur für sich haben, die ich hier auf keinen Fall angreifen oder herabwürdigen möchte.

Es geht mir lediglich sehr nahe, daß ein paar hirnrissige Personen versuchen, die Türkei als Hinterland darzustellen.

1. Wenn das türkische Volk selbst entscheiden könnte, bin ich der festen Überzeugung, daß Türkei NICHT in die EU beitreten möchte.
2. Der Antrag zum Beitritt in die EU wurde gestellt im Jahr 1965, also zu einer Zeit, wo die Türkei wirklich noch nicht fortgeschritten war.
Wenn man dieses jetzt vergleichen würde, sieht dies ganz anders aus.

Geschweige denn, daß der deutsche Staat die türkischen Arbeitnehmer Anfang der 60 er Jahre selber ins Land geholt hat, um die Leistung der deutschen Industrie hochzuarbeiten, die deutschen Fachkräfte durch türkische Hilfsarbeiter zu unterstützen.
Natürlich müssen diese Arbeitnehmer auch ein soziales Leben haben und aus diesem Grunde gab es Familienvereinigungen auf deutschem Boden, d.h. die Arbeitnehmer haben ihre Familien in die BRD nachholen können und dürfen.

Die 2. Generation hat sich in Deutschland so gut integriert, daß diese Personen mittlerweile zum Arbeitgeber wurden und manch einer auch sogar zum Industriellen, die ein großes Arbeitsvolumen geschaffen haben und natürlich auch ,wie jeder andere, Steuern zahlen.
Nun verstehe ich die Frage nicht, » Ist die Türkei in die EU integrierbar«? diese Frage ist eigendlich überflüssig, sie ist integrierbar, aber , möchte sie in die EU???
Was hat denn die EU dem deutschen bzw europäischen Volk bisher gebracht??? Nichts als überhöhte Preise, Arbeitslosigkeit, Sanktionen auf Rentengesetze. Mit 67 Jahren in Rente zu gehen ist praktisch vom Arbeitsplatz zum Friedhof befördert werden.
Natürlich hat die Türkei Europa gegenüber eine unterschiedliche Kultur, die sich nicht gerade anziehen. Allerdings gibt es auch innerhalb Europas Kulturunterschiede, die deutlich erkennbar sind. Aus diesem Grund kann ich nur behaupten, das man die Kultur eines Landes nicht als Grund für eine Nichtduldung in der EU hervorbringen soll.

Die Türkei ist bereits in der EU, indirekt schon. In der EU leben ca 4 Mio Menschen türkischer Herkunft. Unternehmer, Geschäftsleute, Arbeitnehmer, Hausfrauen, Rentner, Schüler und Studenten sowie Inhaftiere und auch HARZ IV und Arbeitslosengeldempfänger. Der einzige Unterschied unserer Länder ist, daß in der Türkei die Währung in YTL ist und nicht Euro sowie das die türkische Bevölkerung ein Visum nach Eupropa beantragen muss, um die EU-Länder zu bereisen.
Allerdings muss ich auch hinzufügen, daß die Türkei wirtschaftlich und auch kulturell einigen EU-Mitgliedstaaten weit vorraus ist. Obwohl Bulgarien sowie Rumänien und Polen den Antrag zum Beitritt in die EU bedeutend später als die Türkei eingereicht haben, sind diese Länder mit ihrer schwachen und labilen Wirtschaft bereits aufgenommen worden wärend die Türkei immer noch an der Tür klopft.

In den vergangen Jahren waren viele Politiker verschiedener EU-Staaten gegen den Betritt der Türkei in die EU, dies ist heute immer noch so, allerdings wird nicht mehr dagegen gesprochen sondern der Beitritt wird unterstüzt. Nein, es müsste heißen » Die Beitrttsbemühungen werden unterstüzt«. Jedoch werden stets neue Forderungen gestellt, so, daß es für die Türkei unmöglich erscheint, doch noch irgendwann beizutreten.

Ich persönlich habe eine langjährige Europaerfahrung und komme mit jedem Menschen sehr gut zurecht, kenne keine Vorurteile gegen andere Nationen oder Kulturen, lediglich einzelne Personen, die dazu Beitragen, daß zwei verschiedene Kulturen gegeneinander stoßen und versuchen, mit Argumenten wie »Araber-Liga” und ähnliche Bemerkungen ihre rassistisch veranlagte Persölichkeit darzustellen, wobei diese Person bestimmt nicht damit rechnet, daß anschließend viele von der anderen Seite mit einem Gegenargument kommen, was natürlich genauso unvernünftig ist, indem die deutsche Geschichte wieder angesprochen wird, Es werden Menschen beleidigt, die in dieser damaligen Geschichte überhaupt nicht existierten und dies auch niemals Befürwortet hätten.

Nun gut, Ich möchte zum Schluss kommen;

Warum können nicht alle Menschen, ob weiß, schwarz, dunkelhaarig oder blond, egal welcher Nation, vernünftig miteinander leben??? Müssen sich die Menschen stets gegenseitig beleidigen oder sogar verletzen, muss die Geschichte stets aufgerufen werden wofür die heutige Generation nicht zur Verantwortung herangezogen werden kann?

Ich höre mir sogar Beleidigungen von Europäern in meinem eigenem Land an, aber ich habe nicht das Recht, aus diesem Grunde alle über einen Kamm zu scheren. Einige Personen (Ich betone hier EINIGE) möchten, daß die EU nur aus Mitgliedern von Staaten christlicher Religion besteht. Also müsste es dann für diese Personen nicht EU sondern »CU” heißen.

Allerdings steht doch fest, daß wir in erster Linie mal alle »MENSCHEN” sind!!!

Lassen wir uns doch nicht von Situationen sowie Aussagen einiger Personen nicht verallgemeinern bzw zu gegenseitigen negativen Äußerungen verleiten.

Ich Grüße alle, die diesen Text lesen, ob sie darüber lachen oder es Ernst nehmen spielt für mich keine Rolle, wichtig ist, daß nicht alle Nationen wegen ein paar Einzelfällen sich gegenseitig aufhetzen, denn wie heißt es so schön » Schwarze Schafe gibt es überall”.

Beiträge
es nervt | 05.11.2007 | 22:01 Uhr | ID 50953
Re: EU und Türkei

ZITAT: Der Antrag zum Beitritt in die EU wurde gestellt im Jahr 1965, also zu einer Zeit, wo die Türkei wirklich noch nicht fortgeschritten war.

Da stimmt so nicht. 1965 gab es noch keine EU!

s.b. | 05.11.2007 | 22:49 Uhr | ID 50958
Re: EU und Türkei

EU bzw EWG, d.h. Europäische Wirtschaftsgemeinschaft wurde begonnen anfang der 60 er Jahre mit den Planungen, Anträge wurden ab 1965 gestellt.

Kein Argumet ??? | 05.11.2007 | 22:51 Uhr | ID 50960
Re: EU und Türkei

Aus dem gesamten Text haben Sie lediglich diesen Zitat herauslesen können??? Traurig, sehr traurig.

Sabine | 06.11.2007 | 11:41 Uhr | ID 50977
Re: EU und Türkei

Mit großem Interesse habe ich den Bericht gelesen und muss viele Punkte bestätigen!!! Die Frage sollte nicht sein: Will die EU die Türkei aufnehmen, sondern: Will die Türkei wirklich in die EU???? Ich würde dringend davon abraten, denn seit wir (Österreich) bei der EU sind, hat sich die Lebensqualität um einiges verschlechtert!!! Es sollte doch möglich sein, ohne 1.000e von Euro in einen »Verein« zu pulvern, eine Gemeinschaft zu bilden!! Wie bereits geschrieben: wir sind alle Menschen und somit alle gleich!! Ganz egal ob Christ, Moslem, Buddist oder sonstige!! Wenn ich Türkin wäre und über einen Beitritt zur EU abstimmen könnte, würde ich 100%ig NEIN stimmen!!!

Lg,
Sabine

kurz | 06.11.2007 | 11:46 Uhr | ID 50980
Re: EU und Türkei

@ Sabine,

Liebe Sabine,

ich widerspreche Ihren Aussagen ganz entschieden – und die – nachvollziehbaren und -prüfbaren – Wirtschaftsdaten sprechen hier auch eine ganz deutliche Sprache.
Österreich hat vom EU-Beitritt in großem Ausmaß profitiert.

Wie schon weiter oben erwähnt hat es auch hier bedauerlilcherweise Verlierer gegeben – dies jedoch zu generalisieren halte ich für grob fahrlässig.

mfg
kurz

(Österreicher und kritischer EU-Befürworter)

kurz | 06.11.2007 | 11:48 Uhr | ID 50981
Re: EU und Türkei

@ Sabine nochmals

völlig vergessen:
Den Aussagen von s.b. und Ihnen betreffend »Menschsein« kann ich nur zustimmen – vollinhaltlich.

Aber das sollte ja ohnehin selbstverständlich sein.

k

JETZT REICHTS!Bin nervlich am Ende! | 06.11.2007 | 12:18 Uhr | ID 50983
Re: EU und Türkei

Guten Tag und Hallo,

es reicht jetzt mit den ganzen Vorwürfen an die Türkei!
Wenn ich Erdogan wäre würde ich der Türkei abraten in die EU beizutreten.
Auf der einen Seite wird die EU schön geredet auf der anderen Seite wird die Türkei platt geredet.
So wie der eine Politiker zitiert hat:
Eu ist und bleibt ein CHRISTENCLUB.EIN CLUB DER CHRISTEN.
So soll sie auch bleiben!Weiter so.Dann kann keiner mehr nach einem Frieden auf der ganzen Welt erwarten,wenn wir solche EGOISTEN in unserem Land haben, wie beispielsweise in der EU. Völkerverständigung!!!!!!!!!!!!!!!!Aber so nicht meine Herren.Reißt euch jetzt zusammen.Aber das versteht sowieso keiner.Ich werde leider richtig böse hier!
Und vor allem wird dieses HEIße THEMA hier im REISEFORUM diskutiert.Schade wirklich.
MFG
Bülent

kurz | 06.11.2007 | 12:33 Uhr | ID 50985
Re: EU und Türkei

@ Bülent

Ich verstehe Ihren ziemlich wütenden Beitrag nicht.

Hier wird relativ gesittet diskutiert – manch einer polemisiert auch – was man aber durchaus überlesen darf, da ein dummer Satz ohne Argumente ohnehin nicht erstzunehmen ist.

Das es Gegner und Beführworter der EU gibt ist doch legitim, das manch einer die Türkei gerne in der EU sehen würde und manch anderer nicht, ebenfalls.

Solange keine persönlichen Beleidigungen fallen oder die Polemik eindeutig den Guten Sitten widerspricht wird das wahrscheinlich auch nicht gelöscht werden.

Dieser Teil
»So wie der eine Politiker zitiert hat:
Eu ist und bleibt ein CHRISTENCLUB...
...Dann kann keiner mehr nach einem Frieden auf der ganzen Welt erwarten...
ist leider ebenfalls polemisch und darauf ist auch kein vernünftiges Argument möglich – zumindest fällt mir keines dazu ein.

Das man so etwas in einem Reiseforum diskutieren darf halte ich nicht für anstößig. So viele Reisespezifische Fragen gibts außerhalb der Saison scheinbar eh nicht und letztendlich hätte ein EU Beitritt der Türkei auch massive Auswirkungen auf den Tourismus – nicht die schlechtesten wie ich wiederum meine.

mfg
kurz

mupli | 09.12.2007 | 10:55 Uhr | ID 52946
Re: EU und Türkei

Und ich denke, dass die Türkei die EU nicht braucht.

Das Wirtschaftswachtum in den letzten Jahren lag durchschnittlich bei 8 %.
Kein europäisches Land hat ein solches wirtschaftliches Wachstum.
Ständig werden neue Fabriken, Strassen und Häuser gebaut. Eine gewisser Wohlstand ist sichtbar.
Viele dortlebende Türken müssen nicht mehr auswandern.
Die EU braucht die Türkei um noch mehr Waren zu liefern.

Gabi | 09.12.2007 | 20:10 Uhr | ID 52977
Re: EU und Türkei

Die Stammtischdiskussionen, ob die EU die Türkei aufnimmt, oder die Türkei die EU aufnimmt, sind überflüssig.

Der Weg ist das Ziel.

»Die Türkei ist das Bollwerk gegen den Islamismus« – Horst Ehmke.

Solange der Weg beschritten wird, besteht noch die Chance, dass sich etwas bewegt. Die Abschaffung des §301 mit Bedingungen zu verknüpfen, ist kontraproduktiv. Es werden im Laufe der Zeit noch einige Hürden genommen werden müssen.

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