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Thema
mupli | 19.08.2016 | 20:25 Uhr | ID 100581
Domizil verkauft in der Türkei

Plötzlich ging alles ganz schnell. War im Juni fast 4 Wochen in der Türkei.

Viele Ausländer in unserer Siedlung haben ihre Wohnungen verkauft. Viele haben alles überstürzt vor allem die Deutschen und verkauften ihre schönen Wohnungen weit unter dem Marktpreis aus lauter Panik.

Selber war ich dann bei einem Makler und er schrieb auf mehreren Internetportalen meine grosse tolle Wohnung direkt am Meer aus. Sagte ihm noch, dass ich erst im September wieder komme.
Plötzlich Ende Juli erhielt ich einen Anruf und E-Mails. Ein potentieller Käufer will meine Wohnung unbedingt.
Bereits am nächsten Tag hatte der Käufer 5'000 Euro Handgeld in Cash übergeben – Er meinte es ernst und ich sass 2 Tage später im Flieger.

Es war ein Stress, von einer Behörde zur anderen und Sachen zusammenpacken und deponieren bei meinem Freud.
Es kam wie es kommen musste, bald standen wir auf dem Grundbuchamt – Geldübergabe – nachzählen auf der Bank alle 20-50-100-200 und 500 er Euroscheine. Es stimmte auf den einzigen Euro genau. Wieder zurück, die Wohnung wurde überschrieben auf den neuen Käufer.

3 Tage später musste ich dann wie abgemacht meine tolle Wohnung verlassen.
Immerhin habe ich rund den dreifachen Preis erhalten in Euro, welchen ich vor 12 Jahren bezahlte.
Konnte dann bei meinem langjährigen holländischen Freund und Nachbarn einziehen.

Irgendwie musste ich den ganzen Stress abbauen und fuhr dann nach Anamur zu Freunden für 2 Nächte auf den Zeltplatz – Der Herzschmerz und Verkauf meiner tollen Wohnung musste ich langsam verdauen.
Über Ermenek – Gülnar bin ich dann allein zurück gefahren wieder in die Siedlung zu meinem Freund wo ich noch bis zum Rückflug 3 Nächte geblieben bin.

Am Mittwoch relaxen in der Schweiz und am nächsten Tag OP des zweiten Auges (grauer Star).

Ende September sind wir dann mit unserem Auto wieder in der Türkei und holen die deponierten Sachen dort um es in die Schweiz zu bringen.

Beiträge
werner | 20.08.2016 | 10:09 Uhr | ID 100582
Re: Domizil verkauft in der Türkei

Hallo mupli,
kann schon nachvollziehen, wie schwer Dir der Schritt gefallen ist. Umso mehr hoffe ich, dass Du die frühere Zeit dort genossen hast ( war doch in der Nähe von Mersin? ). Wenigstens hast Du finanziell nicht draufgelegt.

Zwei Fragen habe ich noch:
1. Mich interessiert, wer Dein Haus gekauft hat ( ein Türke? )
2. Hättest Du auch so gehandelt, wenn Dein Haus an der Ägäis gestanden hätte?

Mit freundlichem Gruss
Werner

divortium | 20.08.2016 | 11:43 Uhr | ID 100583
Domizil verkauft in der Türkei

Ja, lieber mupli, dann wünsche ich Dir alles Gute auf dem weiteren Wege zurück nach Europa.
Hat Dein plötzliches Abbrechen der Zelte politische Gründe. oder war es schon vorher Deine Absicht?

Vielleicht sieht man sich mal in Europa?
Obwohl die Schweiz nicht gerade zu meinen bevprzugten Reisegebieten zählt.

Alles Gute u. liebe Grüße . . .

mupli | 20.08.2016 | 22:00 Uhr | ID 100584
Re: Domizil verkauft in der Türkei

Hallo Divortium

Angestossen habe ich den Verkauf schon mal vor 2-3 Jahren. Meine Frau wollte aber lieber nicht, da unsere schöne Wohnung zuoberst im 8. Stockwerk direkt am Meer meiner Frau sehr leid getan hätte.

So verwarf ich die Verkaufsabsichten, den eigentlich war es so schön dort und wir lebten unseren Traum weiter.

Nun sind es die politischen Gründe welche uns bewegten doch zu verkaufen und vor allem die aufgeführten Gründe im Beschrieb an Werner.

Magst Du die Schweiz nicht aus Kostengründen ? Dem kann ich abhelfen, indem ich Dir bei uns 16 Km entfernt von Zürich sicher einen kostenlosen Stellplatz in unserer Siedlung für ein paar Tage anbieten kann. Wir hätten uns sicher einiges zu erzählen.

Herzlichen Gruss Mupli

mupli | 02.09.2016 | 10:22 Uhr | ID 100622
Re: Domizil verkauft in der Türkei

Meine Liegenschaft, tolle grosse Wohnung zuoberst direkt am Meer habe ich einer Familie aus Adana verkauft.
Ausländer kauften in unserer Gegend eh selten und so wäre es Zeitverschwendung gewesen in deutschen Internetportalen es aus zu schreiben.
Die reichen Türken wollen unter sich sein und ziehen sich gegenseitig an. (ist wie in der Schweiz auch so z.B. St.Moritz usw.)
In unserer grossen bewachten Siedlung sind 350 Wohnungen in mehreren Wohnblöcken. Diese sind aber nur hauptsächlich im Juli und August bewohnt.

Max. jährlich werden höchstens gegen 15 Wohnungen verkauft.
Wenn man den Wagenpark sieht der auf den Parkplätzen steht haut es einem fast aus den Schuhen.
Hauptsächlich stehen nur die teuersten Autos rum, BMW, Mercedes, Porsche, Ferrari, Landrover usw.

Ich hätte auch verkauft an der Ägäis. Die Mutter meiner ehemals kurdischen Augenärztin in Zürich versucht seit über 2 Jahren ihr tolles Haus am Meer in der Nähe von Kusadasi zu verkaufen. Bezahlt hat sie damals vor etwa 8 Jahren fast 180'00 Euro – Verkaufspreis liegt jetzt knapp über 100'000 Euro und keiner schnappt zu.
Das Überangebot an Immobilien dort ist zu gross. In Antalya soll es ähnlich sein.
Auch in meiner Gegend Mersin ist es nicht anders. Gibt dort einen Leer-Bestand von Tausende von Immobilien.
Das Konzept unserer Anlage unterscheidet sich gewaltig von anderen Siedlungen und ist auf die türkische Oberschicht konzipiert worden. (Verwaltung-Management – Unterhalt – Sicherheitsdienst 365 Tage 24 Stunden inkl. überall Videoüberwachung usw.

Auch in südlichen anderen Ländern hätte ich wohl verkauft, hauptsächlich auch aus Altersgründen und auch meine längst erwachsenen Kinder hatten kein Interesse.
Auch in Spanien ist es nicht anders. Habe mir vor einem Jahr auch ein paar Villen angeschautt an der Costa Blanca an bester Lage. Die ausländischen Besitzer bezahlten teilweise vor 15-20 Jahren gegen 2 Mio. Euro.
Heute kann man diese wunderschönen Liegenschaften kaufen um die 600-700'00 Euro.

Die Erben (Kinder) wollen es veräussern. Es ist eine andere Generation heute halt.

So ergeht es auch Freunden von mir mit den Liegenschaften in der Süd-Schweiz (Tessin) und in den Bergen der Sommer-und Winterkurorten. Der Überhang ist gewaltig.

Am Sonntag geht es los mit der Fähre nach Griechenland. Bleiben etwa 3 Wochen in Griechenland bevor wir in die Türkei fahren um unsere deponierten Sachen zu holen.

divortium | 03.09.2016 | 15:19 Uhr | ID 100628
Domizil verkauft in der Türkei

Hallo, mupli, schön, daß Du ,mal alles erklärt hast – konnte mr aber vieles davon schon vorher zusammenreimen.

Trotz allem, ich mag die TR sehr u. würde dort gerne wieder einmal für mehrere Monate hin – sich treiben lassen u. die Welt vergessen – das Ganze mit baumelnder Seele [außer in Kusadasi – Antalya usw., da kann ich gleich nach Malle !]
In 6 Wo. geht der Dampfer mit meinem WoMo von Italien nach Israel, wo ich länger bleiben werde. Auch, und vor allem in Palästina, Golan Höhen + Westbank + Jordanien + Ägypten auf den Sinai – wenn, ja, wenn die Grenze offen sind – das kann man nie wissen – heute zu – morgen wieder auf, gerade, wie aktiv die Terroristen sind.-
Der Gaza-Streifen ist zu 100 % zu – selbst Diplomaten + die Presse kommt oftmals nicht ›rein.

Zu Deiner Frage betr. Schweiz: Zu teuer? Nein, das beileibe nicht, ich brauche eigentlich [fast] kein Geld, Essen + Trinken aus dem Supermarkt, Alk ist tabu – Nikotin auch – Weiber? Naja, reden wir nicht drüber – es ist die Zeit gekommen, in der man mehr von der Erinnerung lebt . . .

Also, wozu braucht man da Geld? Die Schwerlastabgabe für mein WoMo ist zu ertragen, Diesel ist dort nicht teurer als woanders, also, was bleibt da noch an exorbitanten Ausgaben.

Trotzdem die alles entscheidende Antwort auf Deine Frage: Wenn Du die TR, Israel, Palästina, Jordanien usw. mit dem Land Schweiz vergleichst, wirst Du, so glaube ich, sehr schnell dahinterkommen, wo es den zu Abenteuer neigenden Touristen + Weltenbummler mehr hinziehen wird . . .
In diesem Sinne, laß es Dir gut gehen, und wenn Du wieder mal viel Zeit + Lust + Laune hast, lade mich ein zu Deinen Eidgenossen – ein paar Schweizer Rösti würd ich auch gern mal wieder genießen . . .

mupli | 23.09.2016 | 07:07 Uhr | ID 100700
Re: Domizil verkauft in der Türkei

Diesmal haben wir genügend Zeit und so dauerte die Fahrt mit dem Auto, von der Schweiz in die Türkei über 2 Wochen.
Die schöne Insel Korfu, die Vikos-Aoon-Schlucht und später Chalkidiki liegen hinter uns.
Den Kontinentwechsel machten wir von Gelibolu übers Wasser nach Lapseki rüber. So besuchten wir Bandirma wieder einmal am Marmarameer bevor es dann weiter in die lebhafte Bergstadt Usak ging. Gestern sind wir dann in Beysehir gelandet und haben ein kleines hübsches Hotel direkt am See bezogen.
Über Ermenek geht es heute nach Anamur runter wo wir auch ein paar Tage verweilen.
Auf der ganzen Fahrt in die Türkei scheinen wir die einzigen Touristen im Land zu sein.
Denke aber in Antalya und Umgebung hat es schon welche.

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