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Thema
Detlev | 07.07.2016 | 13:13 Uhr | ID 100478
»Fremdgänger-Reisebericht« Albanien

Moin,
da hier immer etliche waren, die meine Türkei-Reiseberichte gerne gelesen haben, erlaube ich mir, auf unsere diesjährige Albanienreise und den dazugehörigen Bericht zu verweisen. – Have fun!

Albanienreise 2016

Beiträge
mupli | 08.07.2016 | 16:29 Uhr | ID 100480
Albanien

Das Land würde mich irgenwie schon reizen.
Die Reise – Hinweise des eda.ch halten mich derzeit aber noch ab.

Vielleicht mal in ein paar Jahren.

Detlev | 11.07.2016 | 10:54 Uhr | ID 100488
Albanien

Moin Mupli,
wenn ich mir anschaue, was unser AA oder euer EDA da so verzapft ... Gut, ich verstehe, dass die sich breitestmöglich absichern und noch den letzten Touri-Dummie warnen wollen, aber wenn du das liest ...

Hätten du und ich z.B. immer – auch vor Jahren schon, als die Situation noch entspannter war – immer auf die Reisehinweise unseres Auswärtigen Amtes gehört, dann wären wir über Alanya nicht hinausgekommen.
In Reiseführern wird auf die Organisierte Kriminalität hingewiesen, mit der »Otto Normaltourist« aber nicht in Berührung kommt, dazu die Warnung vor Kleinkriminalität in den Städten.
Nach den ausgiebigen Erfahrungen in der Türkei und den kleinen Einblicken in Albanien würde ich sogar behaupten, dass es in letzterem Land nie mehr sicherer wird als derzeit. Noch ist nicht alles touristisch »durchseucht« – mit all den negativen Begleiterscheinungen. Häufig findet sich noch ein gewissen Ethos und die »Frage der Ehre«, gemäß der es dem Gast wohlergehen muss. Das schleift sich im Laufe der Zeit ab, nicht zuletzt natürlich auch durch blöde Erfahrungen, die die Einheimischen mit den Touristen machen.
Wer sich – wir ihr – nicht in den Touri-Bunkern an der Adria am Strand aalen will, sondern Land und Leute noch halbwegs »urtümlich« kennen lernen will, der sollte sich jetzt aufmachen.
Wir planen, wenn es urlaubstechnisch klappt, Ende Sept./Anfang Okt. für 10 Tage dorthin zu fliegen – Flug nach Tirana, Mietwagen, und dann primar Ohrid- und Prespa-See.

Detlev

moderator | 14.07.2016 | 21:55 Uhr | ID 100495
Danke!

Toller und – wie immer – informativer Bericht.

Herzlichen Dank für die Mühe.

divortium | 24.07.2016 | 15:35 Uhr | ID 100504
Albanien – wie es keiner kennt . . . ?

Guten Tag, Detlev & mupli; insgesamt ein schöner Bericht, auch wenn er nicht ganz meinen Reisevorstellungen u. meiner Reiseideologie entspricht.-
Z.B. würde ich nie eine solche Reise in ein solches Land für 10 Tg. od. 2 Wo. unternehmen – viel zu kurz – viel zu viel Streß, da man viel Interessantes u. Sehenswertes in dieser extrem komprimierten Zeit gar nicht schafft und in Streß gerät – ähnlich wie die Chinesen + Japaner: EUROPA in 8 TAGEN !!! Zu Hause zeigen sie dann den lieben Daheimgebliebenen die Fotos u. bezeichen das Brandenburger Tor in Berlin schon mal als Eiffelturm v. Paris – weil sie gar ichts mitbekommen haben.

Ich glaube, ich war einer der Ersten »richtigen« Touris Albaniens – kurz nachdem es seine Grenzen f.d. Individualtourismus öffnete – war so etwa 1990.
Ich nahm mit meinem PKW die Fähre von Ancona nach Durres, 24 Std. auf See – auf dem Schiff waren Hunderte schrotteifer, kaputter PKW's aus Italien, die die Albaner billigst kauften [oder stahlen?], um sie dann nach AL zu bringen u. dort mit ihren billigen Arbeitskräften zu reparieren. Wer es nicht weiß: Zu früheren Zeiten, also unter Präsident Enver Hoxha, war es nicht erlaubt, privat einen PKW zu besitzen – das Höchste der Gefühle an Besitz war ein Moped – meist eine Vespa, die illegal nach Italien geflüchtete Albaner ihrer Verwandtschaft schickten. – Die Folge des Nicht-Besitzes an privat PKW's war, daß es fast keine Tankstellen gab – die betrieblichen LKW und andere KFZ im stattlichen, »volkseigenen«, Besitz, ähnlich wie in der DDR, hatten ihre eigenen betrieblichen Tankstellen auf ihrem Gelände.-
Ich trieb mich mit PKW im Lande herum, manchmal verzweifelt nach einer Nachtruhestätte suchend, aber, pfiffig und weltgewandt, wie ich schon immer war, klappte das letztendlich immer. Städte wie z.B. Elbasan, Durres, Tirana, Podgradec, Shkodra, Vlora + Korca, das ganz besonders, sah ich mir genauer an.
Nach längerer Zeit und nicht einen einzigen »richtigen« Touristen getroffen, reiste ich über Podgradec aus nach Makedonia, an den Ohridsee, wo ich noch eine herrliche Zeit genoß – die ex-yougoslawischen Mentalität + ein herrliches Flair genoß ich. Weiter ging es vom Ohridsee nach Bulgarien, in eines der kleinsten Dörfer der Welt, nach Melnik, wo es die besten Weine des Balkans geben soll. – Weiter von Bulgarien in's damalige Kriegsgebiet Serbien, Belgrad rief Hotelpreise von 150 $ auf, das hätte mich furchtbar-abstoßend bitterarmen Hund an den Ruin getrieben – zumal die Maut und die Pflichtversicherung in SR exorbitant hoch waren, irgendwie mußte ja der Krieg finanziert werden.- Die hohen Hotelpreise negierend, fuhr ich wenige KM weiter, in die herrlich-kleine, sehr niedliche Stadt Ruma, wo ein Zimmer 30 $ kostete, und als kleiner Nebeneffekt, hier war mitten im Kriege, im Ballsaal des Hotels ein Tanzabend !!! Na, toll !!! Da ich körperlich, physisch, aber auch psychisch am Ende meiner Kräfte war, tanzte ich aber nicht, sondern schlief am Tisch ein – ein sanfter, sehr zärtlich-lieber Stups der doch sehr hübschen Kellnerin weckte mich und eben diese sehr hübsche Kellnerin rief den Liftboy, der mir mein Zimmer zeigte. – Weiter ging es von Serbien nach Ungarn, Slowakei, Polen und dann war ich schon wieder im »langweiligen« Deutschland.--

Die zweite Reise dorthin führte mich 2 Jahre später mit einem zum WoMo umgebauten Land Rover von Triest per Fähre ebenfalls nach Durres, wo ich schon gewaltige Unterschiede sah, dann später weiter fuhr nach GR – Bg – RO . . . usw.

Was ich damit sagen möchte, es ist ein sehr interessantes Gebiet, wobei man ganz deutlich und ganz klar jetzt sagen muß, daß der Tourismus nucht mehr in den Kinderschuhen steckt – er hat schon größere Pantoffeln an, wenn auch noch keine Stiefel. Grund dafür sind die Italiener, die schnell ma von Bari u. anderern südl. ital. Küstenstädten kommen, um paar »billige« Urlaubstage im »Armenhaus« zu verbringen. das ließ doch die Preise in die Höhe gehen, wenn auch moderat. Positiver Nebeneffekt: Verbesserung der Infrastruktur, Entstehen von Pensionen, Hotels, besseren Straßen und – das ist für mich ganz wichtig – auch guten Campings – teilweise von westl. Managern gekauft + geführt, demzufolge sind die Preise fast auf westl Niveau.
Alles in allem, ein Land, welches noch Geheimnisse birgt – und NOCH abseits des Massentourismus dich befindet.
Neckermänner = Meckermänner und TUI-Fanatiker wird man hier wohl kaum finden – GsD – die kann ich eh nicht leiden.

Spruch der Woche: REISEN IST TÖTLICH – für Vorurteile [Mark Twain]

Mein Lieblingsplatz in AL – dicht von der montenegr. Grenze

Ebenfalls mein Lieblingsplatz – etwas teuer . . .

Auch ein guter Camping – ziemlich im Süden

divortium | 25.07.2016 | 09:46 Uhr | ID 100513
Verschwundener Beitrag . . . ???

Guten Morgen!
Gestern nachmittag schrieb ich einen etwas längeren Beitrag zum Thema »Albanien«.
Nach Absendung desselben incl. einer Angabe von drei guten Campingplätzen in diesem Land war ich zufrieden u. lehnte mich zurück.- Am gestrigen Abend schaute ich, ob Antworten bzw. Reaktionen auf meinen Beitrag eingegangen sind – und stellte fest, daß mein Beitrag »verschwunden« war – ebenso verschwunden blieb bis zum jetzigen Zeitpunkt.

Ist das normal ???

Kann jemand helfen ???

Danke + eine schöne Woche an alle . . .

mupli | 06.12.2016 | 19:44 Uhr | ID 100790
Reisebericht Detlev

Hallo Detlev
Du hast uns inspiriert, gemäss Deinem Reisebericht, bei der Hinfahrt mit dem Auto in die Türkei im September einen Abstecher zur Vikos-Aos Schlucht zu machen. Es war echt schön und wir blieben 3 Tage in Monodendri.
Leider sahen wir keinen einzigen Braunbären wie zwei andere Touristen aus unserem Hotel. Sie zeigten uns Aufnahmen von zwei Bären wenige Meter neben dem Wanderweg.
Selber machten wir Bekanntschaft mit einem übermütigen Esel, welcher sich ein Bündel Strassenkarten schnappte aus dem Innenfach der Autotüre. So hatte ich dann einen kleinen Kampf mit dem Tier bis ich es zurück kriegte.
Als Belohnung kriegte er am nächsten Tag einen grossen frischen Salat.
Wir besuchten bei der Hinfahrt auch noch das Evros Delta und den Nationalpark der Geier an der GR/TR Grenze.

Auf der Rückreise von der Türkei machten wir auch einen dreitägigen Halt im Pindos-Gebirge in Metsovou. Machten dort ein paar kleine Wanderungen auf ausgeschilderten Bären-Trails. Die Landschaft war ganz schön, leider wieder keinen Braunbär gesehen.
Vielleicht klappt es beim nächsten Mal.

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