| unschöne Erlebnisse bei der Punta Licosa / wichtig für die Redaktion des Cilento-Führers! Die im Reiseführer Cilento beschriebene Wanderung zur Punta Licosa kann so nicht mehr empfohlen werden. von Santa Maria di Castellabate kommend ist die Straße (strada privata) kurz vor Ogliastro mit einem hohen Eisentor, an dem zudem ein sonnenbebrillter Wächter sitzt und unfreundlich den Durchgang verweigert, abgesperrt. Bis ganz zur Küste hin findet sich ein Zaun mit Stacheldraht. Da wir keine Lust hatten, nach fast 3stündiger Wanderung ohne Einkehr in Ogliastro umzukehren, kletterten wir trotzdem darüber. Da in der Nebensaison kein Bus von Ogliastro nach Santa Maria zurückfährt, mussten wir auf dem selben Weg den Rückweg antreten. Nach erfolgloser höflicher Bitte um Durchlass und wüsten Drohungen auf der anderen Seite, überwanden wir das erste Stück auf dem Klippenweg. An einer Stelle muss man vom Küstenweg abweichen und zwangsläufig die Privatstraße benutzen. Hier wollte ein (angeblicher?) Carabinieri unsere Durchgangsberechtigung sehen, die wir natürlich nicht hatten. Nach konsequentem »Dummstellen« (no capito) unsererseits ließ er uns schließlich laufen. Seine sehr wohl verstandenen Drohungen machten aus dieser »Genusswanderung« allerdings einen Spießrutenlauf und wir waren froh, das Ende der Privatstraße unbeschadet erreicht zu haben. Die Punta Licosa liegt nicht nur im Nationalpark, sondern zählt auch zum Weltkulturerbe der Unesco. Unvorstellbar, mit welcher Rücksichtslosigkeit hier die Öffentlichkeit von einem vielfach (auch auf italienisch) beschriebenen Wanderweg verdrängt werden soll. Was steckt dahinter? Angeblich ein »Baron aus Neapel«. Was kann man dagegen unternehmen? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? |