| Re: auswandern nach sizilien Hallo Thomas, ich tue es mir mitnichten schwer. Hier schaue ich nur manchmal hinein, um bei Fragen wie: Wo kann man da hingehen, was sollte man sich dort ansehen, wie sind die Fährverbindungen, wo kann man gut essen gehen....ecct im Raum Campanien weiter zu helfen. Ich war sehr, sehr glücklich auf der Insel Ischia. Nur ist es nicht soooo einfach, wie es sich manche »Auswanderer« oder solche, die es werden wollen vorstellen. In Süditalien ist man in erster Linie – gerade als Ausländer – im Tourismus tätig. Das heißt: Für ca 8 Monate im Jahr 7 Tage in der Woche für ca 12-14 Std arbeiten. Das ist nicht jedermanns Sache. Vor allem, wenn man das Land als Urlaubsparadies sieht. Im Winter, wenn die Touristen weg sind, ist das Meer nicht so toll, wie im Sommer. Wenn man auswandern will, will man ja dort eine Existenz gründen und da sind die Voraussetzungen nun mal nicht so, wie hier in Deutschland! Ich habe als Angestellte gearbeitet und mich dann mit meinem Mann selbstständig gemacht. Ich kenne beide Seiten. Ich will nur klarmachen, dass eine Frau mit zwei Kleinkindern sich das Land ersteinmal anschauen soll, bevor sie Hals über Kopf mit den Kindern alle Brücken abbricht. Wenigstens die Grundvoraussetzungen sollten ihren Ansprüchen und Wünschen entsprechen. Ob sie dann dauerhaft glücklich wird....das steht auf einem anderen Blatt. Ich bin in erster Linie wieder weg, weil meine Gesundheit es nicht zuließ bei den dortigen sanitären Verhältnissen weiter zu leben. Ich war in 3 Krankenhäusern und in allen dreien konnte man sich mit Leichtigkeit Hepatitis zuziehen und bei durchschnittlich 10 Verwanten um jedes Krankenbett herum (wovon immer ca 4-6 pro Zimmer stehen) kann man sich auch nicht wirklich erholen. Aber die Verwanten sind auch notwendig, weil sich das Krankenpersonal einfach nicht kümmert. Bettwäsche, Besteck, Toilettenpapier usw. sind selbst mitzubringen. Und wer kann sich schon saubere, nette Privatkliniken finanziell erlauben??? Gerade mit Kleinkindern sollte man um diese Umstände wissen. OK es gibt sehr viele Ausländer, die glücklich dort sind, aber man sollte nicht halsbrecherisch in dieses Abenteuer gehen. NUR DAS will ich damit sagen! |