| Geisterbauten Als frühesten Artikel über das Hotel fand ich einen englischsprachigen Text aus dem Jahr 2015. Die neueren sind sozusagen die wörtliche Übersetzung davon. Der Bau war demnach 61 Jahre zuvor, 1954, errichtet oder in Angriff genommen worden. Damals gab es noch keinen erheblichen Tourismus, neun Jahre nach dem Krieg. Vorstellbar ist, daß es mit aus den USA rückflutenden Mafiageldern errichet worden ist. Sie kannten Florida und machten gute Drogengeschäfte von Sizilien aus, geduldet von den amerikanischen Diensten, denen sie ab 1943 gegen deutsche Truppen geholfen hatten. Ein Hotel diesen Ausmaßes auf einem Felsen brauchte Kläranlagen, die es bis heute nicht gibt. Daran ist das Projekt endgültig 1996 gescheitert. Auch die Gegend von Sciacca, wo es ja liegt, ist noch heute mafia-durchsetzt. Straßenbau, Abwässer, Müllentsorgung, Zementherstellung, Solarstrom, Windstrom, Ackerbau (einschließlich der Verpackungsindustrie, z. B. Obstkisten) sind oft mafiös durchseucht. Aber der Staat kämpft vortrefflich dagegen, getragen auch von großen Teilen der Bevölkerung. Geisterbauten gibt es überall in Sizilien, vor allem seit der Krise 2008 stehen viele unvollendete Bauruinen, gut sichtbar, wenn man über Land fährt. |