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Griechische Inseln Forum
Thema
Hag | 21.08.2008 | 12:47 Uhr | ID 65816
gerade von Naxos zurück

Wer noch nicht weiß, wo er hin will und Naxos »prüft«,
der kann mich gerne fragen – vielleicht weiß ich zu bestimmten Themen was.

Gleich vorweg: Griechenland scheint im Allgemeinen »sauteuer« zu sein seit dem EUR. Auch Naxos macht da keine Ausnahme: 1,5 L Milch ca. 2,20 EUR. Ich kann nur empfehlen, große Supermärkte zu suchen – leider wird man sie an den schönen Stellen nicht finden :-)
Am billigsten scheinen Weißbrot und Bananen. Und bitte Vorsicht: kein Geschäft hat die gleichen Preise!!! – Wer in Naxos-Stadt abends im Getümmel zwei Kugeln Eis im ultraschicken »Wafflehouse« genießen möchte, bekommt auf die zweite Kugel einen saftigen Rabatt von 10 Cent, sodass das Eis nur mehr 3,10 EUR kostet :-) Allerdings schmeckt es fantastisch.

Was mir ein Anliegen ist: Wer seine Fotos gleich vor Ort brennen lassen will, damit er mehr Speicherplatz hat, der meide doch – so meine persönliche Empfehlung – den oft empfohlenen »Laden« »ZOOM« – nur wenn es nicht anders geht, sollte man da hingehen. Das Personal ist dermaßen unfreundlich und teuer ist das Brennen auch (5,-). – Viel besser: gleich der im Grunde erste »Touri-Shop« am Hafen, der einem ins Auge fällt: »FOTO DIONYSOS« o.ä.
CD oder DVD!!!-Brennen: 3,- EUR; da kann man wirklich nicht meckern!!! Hinter dem ersten Hafen-Restaurant (die Restauraunts liegen alle in einer Reihe). Die zwei Brüder sind meiner Erfahrung nach (dreimal brennen, viermal einkaufen) sehr sehr angenehm, meist sehr freundlich.

Wo ich gerade beim Hafen bin: Man kann erstaunlicherweise durchaus günstig in einigen der an der Hafenpromenade aufgereihten »Restaurants« essen: Im ersten gibts für 6,50 ein Touri-Menü mit Getränk (der Preis ist unschlagbar!), im vierten oder fünften gibts sowas für 6,90. Im ersten ist die Menge wirklich sehr in Ordnung. An die Qualität des Fleisches darf man halt keine großen Ansprüche stellen – aber man kann es wirklich essen (muss nicht jeden Tag sein); viel Salat, viele u. recht gute Pommes. In dem andern Restaurant gibts ein Menü mit »Schweinebraten« (steht so auf der deutschsprachigen Tafel); die Portion ist eher mittel, wenig bis kaum Salat (drei od. vier Tomatenscheiben) und der Schweinebraten sieht eher unappetitlich aus – schmeckt aber komischerweise wirklich recht gut.

Weiter beim Essen – diesmal am Plaka-Strand: auch hier eine pesönliche Bitte bzw. ein Ratschlag: Wer sich nicht vollends verarscht vorkommen will, der sollte das toll gelegene »PARADISO« vermeiden. Es reut mich persönlich weniger, da ich von den 25,- EUR, die wir da ausgegeben haben, 20,- EUR am Strand gefunden habe, aber dieser Laden ist das Geld wirklich nicht wert. Klar verlocken die Tische, die direkt am Strand stehen (dieses Foto sieht man im Netz mehrfach), aber davon sollte man sich nicht da hin treiben lassen – außer Geld spielt keine Rolle, aber dann würde ich in diesem Laden sicher GARNICHT essen. Die Bedienung mit dem coolen elektronischen Notizzettel sah bei der Bestellung demonstrativ die meiste Zeit auf die Seite, wie als wollte sie sagen: »Was muss ich Euch Touri-Schwachköpfe hier ertragen, seid froh, dass ich Eure Bestellung überhaupt aufnehme und Ihr mir Euer Geld dalasssen dürft, damit wir hier PDAs zur Bestellannahme kaufen können.« Dazu möchte ich anmerken, dass wir keine Leute sind, die sich auffallend touristisch benehmen od. (teuer/schlecht) kleiden o.ä. und die damit etwa die Haltung »selbst verschulden« würden o.ä. Serviert bekommt man als »Grillteller« einen süßen ovalen Teller, von dem man erst denkt, der Ober hätte ihn fälschlich hierhergebracht, da es ein Teller für die kleinen Kinder am Nebentisch sein müsse – leider stellt sich diese Vermutung als falsch heraus und die etwa 9 Pommes Frites sind für den erwachsenen Hunger gedacht. Gut, dass da noch das Fleisch ist: Die »lecker Wurst« steht zwar auf der Karte, aber dass sie so unspektakulär winzig u. langweilig ist, hätte ich nie vermutet. Das/die Hackbällchen/Bulette/Fleischpflanzerl schmeckt ganz gut, ja, und das mit der Lupe gefräste Stück trockene Schweinefleisch auch. Die zwei Bissen Ziegenfleisch, die am Knochen daherkommen: so sieht bei mir daheim ein Knochen aus, den ich nicht ganz sauber abgenagt habe. Fazit: Der »Grillteller« (9,50 EUR) und die Bedienung sind ein schlechter Witz. Besonders schlecht an dem Witz: Ich durfte mit meinem »Grillteller« beginnen, nachdem meine Freundin schon etwa 10 Min. lang mit dem Essen fertig war. Sie bekam eine gefüllte Tomate mit einer Portion Reis, die selbst ein – verzeihen Sie mir die Ironie – Mensch aus einem Hungergebiet der 3. Welt als Beleidigung empfunden hätte. Ich hätte wirklich nichts gesagt, wenn man einfach am Fleisch gespart hätte u. dafür normale Mengen Reis od. Pommes serviert hätte – so aber war das schon ärgerlich: Abzocke-Feeling pur.
- Nach dem Essen und der angeforderten Rechnung lieferte uns mit einem freundlichen Lächeln ein junger Mann wie selbstverständlich vier kleine Bällchen auf einem Teller und verschwand. Etwas verwundert über dieses vermeintliche griechische Geschenk, das wir – ich hoffe, weniger aus Dummheit, sondern aus dem Gefühl heraus, viel zu wenig bekommen zu haben – in Analogie zum »Ouzo danach« interpretierten, freuten wir uns und dachten, dass somit der schlechte Service u. die Mini-Portionen etwas ausgeglichen wären und dass das wohl eine Art sein müsse, die Gäste zu beschwichtigen. Als ich dann mit der benutzen Gabel vorsichtig ein Bällchen öffnete u. meine Freundin mit dem Finger ein Stück abbrach, erkannten wir keine Süßspeise u. riefen den Kellner erneut: ein nettes verlegenes Lächeln verriet den Zuordnungsfehler u. die angepatzten u. befingerten Bällchen wechselten den Besitzer :-) Noch bevor die Rechnung kam, hätten wir auch noch die Fangarme eines Oktopus serviert bekommen – dass das kein Geschenk sein kann, merkten sogar wir :-)

Die unfreundliche Bedienung klopfte energisch wiederholt mit dem Finger auf den Rechnungsbetrag für das Brot (»You pay this!«), nachdem ich ihr freundlich erklärte, dass wir nicht wussten, dass in Gr. Brot wohl immer mit berechnet wird, auch wenn man nichts davon isst. Der Hinweis, dass ich (nach dem Erblicken der Mini-Portion Essen meiner Freundin) extra vor dem Essen gefragt habe, ob Brot »for free« wäre und dass wir das falsch verstanden hatten, interessierte sie nicht – sie bestand unfreundlich auf den 2 x 70 Cent für das unberührte, in die Serviette eingeschlagene Brot. Hier geht es nicht um EUR 1,40, sondern um normale Freundlichkeit, finde ich. Wer das anders sieht, soll sich gerne auf die schönen Stühle im Sand setzen und kosten. -

Wechselgeld immer u. überall nachzählen!

Naxos nicht unterschätzen: bei Ankunft unspektakulär, aber sehr nette Gässchen, tolle Fotomotive – tags wie nachts. »Jedoch« überschaubar. Auch die Standard-Bustour für 25,- EUR kann man ohne Weiteres empfehlen: 9.30 bis 17.30 tägl. Buchbar in den Läden am Hafen.

Beiträge
Marie | 21.08.2008 | 14:34 Uhr | ID 65821
Re: gerade von Naxos zurück

Geiz ist geil !!!!

J. | 21.08.2008 | 15:10 Uhr | ID 65824
Re: gerade von Naxos zurück

..tja...wohl dem der sich vorher informiert ;-) !

Dimi | 21.08.2008 | 23:21 Uhr | ID 65845
Re: gerade von Naxos zurück

Wir sind auch gerade von Naxos zurück und können diese Insel nur sehr empfehlen.
Jetzt hier von Hag so einen Mist zu lesen ist echt eine Beleidigung für die Insel.

esc | 22.08.2008 | 08:39 Uhr | ID 65855
Re: gerade von Naxos zurück

Ach ja.....

...von Milch einen allgemeinen Preisindex herzuleiten ist recht spannend.

Schade ist auch, dass es an den schönen Stellen keine großen Supermärkte gibt – das ist so gewollt, sonst wären die Stellen nicht mehr schön!!

Und jetzt stell‹ sich einer vor: Die Geschäfte haben nicht die selben Preise. Das ist ja ma krass
- die versuchen's überall die Griechen.

Wer allerdings die Pauschaltevernen an der Parallia empfiehlt, außerdem die Touri-Bustour mitmacht, mit dem Kellner über das Brot diskutiert und dann behauptet, er habe sich nicht »auffallend touristisch benommen« dem sind ein paar Lacher sicher.

Ich war schon oft im Paradiso und bin immer sehr nett bedient worden – ich denke hier gilt der alte Spruch:

»Wie du kommst gegangen, so wirst du empfangen.«

Ich kann hiermit das Angebot von Hag, mir bei Fragen hilfreich zur Seite zu stehen nur milde lächelnd ablehnen – ich denke da käme nur noch weiterer Mist.

esc

gerd | 22.08.2008 | 09:42 Uhr | ID 65858
Re: gerade von Naxos zurück

Also:
wir fahren seit 1996 auf eigene Faust nach Griechenland,
und kennen sehr viele Inseln.
Was hier aber von »Hag« geschrieben wurde ist ein solcher Blödsinn, wie ich ihn noch nie gelesen habe.
Wer sich Zeilenlang über berechnetes Brot aufregt, will sich aufregen, komme was wolle.
Wir waren im Juni auch auf Naxos und könnten auch berichten, aber genau das Gegenteil, zuvorkommende Bedienungen, freundlich, korrekt, wir würden immer wieder kommen.
Vielleicht hilft das alte Sprichwort:« wie du in den Wald hineinrufst, so schallt es wieder heraus.
Schöne Ferien allen Inselhüpfern auf Naxos.
Yassou Gerd

Jakob | 22.08.2008 | 10:19 Uhr | ID 65859
Re: gerade von Naxos zurück

Hallo!
Naja, der Beitrag von Hag war zwar wirklich nicht das Gelbe vom Ei, aber ganz unrecht hat er nicht.

# Paradiso ist teuer und hat kleine Portionen.
aber am Plaka gibts halt nichts wirklich Guenstiges.
Essen sollte man im Hinterland, dort bekommt man meistens gutes, reichliches Essen, dass auch preislich in Ordnung ist


# Nachzaehlen, das kann ich 100% bestaetigen. Im Juli war ich 3 Mal mit insgesamt 7 Personen essen in verschiedenen Lokalen. (Paradiso, 3 Brueder und Nikos in Chora) ALLE drei Male wollte man uns beschei...... Einmal sogar um 11,-- Euro. Also wenn Ihr MEHRERE Personen seid, kontrolliert die Rechnung. (Zu zweit wird das sicher nicht in dem Ausmass vorkommen.)

Und das ist sicher kein Naxos-spezifiisches Problem, sondern wird wahrscheinlich woanders auch praktiziert.

Naxos ist im grossen und ganzen schon Ordnung, (ausser im August)

LG
PS: bin Ende September wieder unten

Frank | 22.08.2008 | 17:57 Uhr | ID 65879
Re: gerade von Naxos zurück

Der Hag hat sich seinen Urlaub selbst versaut.
Wer Sch... will wird auch Sch... finden.
Abgezockt wird überall, man muß ja nicht hingehen und sich abzocken lassen.
Fairer Weise müssen in GR Preislisten aushängen / ausliegen.
Also, reingucken und weitergehen, oder dableiben, oder auf den Balearen oder Kanaren Urlaub machen.

pedros | 25.08.2008 | 23:33 Uhr | ID 66010
Re: gerade von Naxos zurück

tach zusammen,
hags zusammenstellung kamen mir wie die tavernen in kamari auf santorini vor.(allerdings nur die an der paralia)
aber aus eigener erfahrung kann ich sagen, naxos hat vieles gutes zu bieten. mit ausnahme der tavernen im hafengebiet(z.b. popis grill oder ähnliches)

aber der tourismus bestimmt halt nun mal das geschehen auf inseln wie naxos, paros und santorini..
thats life
(aber es gibt ja noch eher griechisch angehauchte inseln)

gruss pedros

Martin | 26.08.2008 | 11:13 Uhr | ID 66019
Re: gerade von Naxos zurück

Hallo,
ich finde den Bericht (bis auf das Brot) ganz OK und informativ. Ich konnte eigentlich noch nie nachvollziehen, was die Leute an Naxos so toll finden.
Der Strand (Plaka usw.) ist lang(weilig) wie die Nordsee (nur mehr Sonne). Naxos-Stadt ist laut & weit weniger schön als z.B. Parikia (nur dass kleine Kastro-Viertel weiß zu gefallen). Das Hinterland ist bietet einige Wandermöglichkeiten ist aber mangels Küstenrundweg nur sehr umständlich zu erkunden.
Alles in allem finde ich es nicht OK den Bericht von Hag in der Luft zu zerreissen. Jeder sollte hier seine Urlaubskritik ohne Schmäh verkünden dürfen, auch wenn die anderen anders darüber denken.
Martin

Der Inselcheck

Penny | 26.08.2008 | 11:42 Uhr | ID 66022
Re: gerade von Naxos zurück

Penny hier,

ja Hag , vielleicht solltest du Naxos im September oder Oktober mal ausprobieren. Es ist ruhig und wunderschön auf der Insel. Es gibt tolle und erlebnisreiche Fahrradwege und wir haben schon super Wanderungen auf Naxos gemacht. Man muss einfach wissen, was man will.
Einige Schreiber möchte ich doch bitte, den freundlichen Umgangston beizubehalten. Jeder sollte hier seine Erlebnisse schildern können, ohne das er darauf pampige Antworten bekommt. Besser geholfen wäre Hag mit sachlichen Kommentaren.
Penny

esc | 27.08.2008 | 19:11 Uhr | ID 66084
Re: gerade von Naxos zurück

Hi Penny,

wer sachlich daher kommt erhält sachliche Kommentare.

Wer rumpoltert wie Hag, erhält eben diese Art von Kommentaren.

Wie schon erwähnt:
Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.

Aber Recht hast du schon: Im September ist Naxos schöner und entspannter als im August.

esc

Stefan | 30.08.2008 | 11:22 Uhr | ID 66200
Re: gerade von Naxos zurück

Im September ist Naxos schöner und entspannter als im August... Ich finde am schönsten sind die Inseln im Mai. Wenig Tourismus und alles blüht. Aber das ist ein anderes Thema.

Dass in Griechenland das Gedeck separat verrechnet wird ist normal und sollte bekannt sein. Da spielt es keine Rolle ob vom Brot gegessen wurde oder nicht.

Naxos hat Stadtcharakter und ist nun mal nicht zu vergleichen mit Parikia, Lefkes oder Amorgos. Aber abends ist die Hafenstrasse gesperrt und mir gefallen die Tavernen dort. Ich habe an dieser Hafenpromenade einige gute Tavernen und Cafés gefunden und von unfreundlicher Bedienung weiss ich nichts.

Das Einzige was ich beängstigend finde ist dass bei Mikri Vigla wie auch Richtung Alyka relativ viele Häuser aus dem Boden geschossen sind. Es ist eigentlich nicht nötig dass all die unverbauten Strände so gut erschlossen werden.

KC | 30.08.2008 | 19:03 Uhr | ID 66207
Re: gerade von Naxos zurück

Zitat »Dass in Griechenland das Gedeck separat verrechnet wird ist normal und sollte bekannt sein. Da spielt es keine Rolle ob vom Brot gegessen wurde oder nicht.«

Nein, das Gedeck (Couvert/Cover) darf in Griechenland seit dem letzten Jahr NICHT mehr berechnet werden!!

Dafür wird das Brot berechnet, bis zu einem Euro ist durchaus im Rahmen, in vornehmen Restaurants auch mal mehr. Steht auch normalerweise auf der Karte.

Dea | 01.09.2008 | 13:11 Uhr | ID 66267
Re: gerade von Naxos zurück

Wir fahren schon sehr lange nach Griechenland und sind bummelndes Bedienen, vor allem wenn man die Rechnung möchte, gewöhnt. Und da man ja im Urlaub ist, hat man ja auch meistens Zeit. Das Paradiso hat allerdings alles um Längen geschlagen. Ich hatte das Gefühl, die hatten gar keine Lust die Leute auf der anderen Straßenseite zu bedienen. Nach dem wir nach langem Warten aufs Bestellen, aufs Essen, auf die Rechnung noch 20 Min auf das Wechselgeld warten mußten, habe ich zum ersten Mal in Griechenland Rabaz gemacht, bin zum Tresen gegangen und habe laut, damit auch alle Gäste das mitbekommen, meinem Ärger Luft gemacht. Sehr schade für diese Taverne, die wirklich traumhaft ist. Das Essen fanden wir jedoch ausreichend (ist aber auch schon zwei Jahre her).
Dea

Tobias | 02.09.2008 | 18:20 Uhr | ID 66306
Re: gerade von Naxos zurück

Hallo!

Also so sehr ist der Artikel von Hag nicht daneben. Leider!!!

Ich mache regelmäßig Reiseleitung u.a. auf Santorin und, was da oft geboten wird, ist unmöglich.

Die Touristen werden leider oft verar.....! Das ist eine Mentalität, die aber durch den Massentourismus selbst erzeugt wurde.

Wer in seinem Urlaub immer nur auf »Geiz ist geil« achtet und erwartet, er würde für 500 € einen Flug, ein klasse Hotel und Verpflegung bekommen, der sät eine Saat, die nun langsam aufgeht.

WIR haben die Griechen versaut, in dem wir jede Rechung immer argwöhnisch betrachtet haben und indem wir genau in den billigen Hotels wohnten, in denen ein Abzocker mit Hilfe von PFUI & Co die große Kohle auf Kosten seines Heimatdorfes machte.

Und WIR sind die Konsumenten, die sich wehren können! Indem wir eben die Preise vergleichen und nicht in jedes erstbeliebige Restaurant gehen, nur, weil es »sauber« und touristisch herausgeputzt erscheint.

Es gibt in Griechenland immer noch die »ursprünglichen«, guten Familientavernen. Die sehen halt nicht so herausgeputzt aus und da bekommt man halt kein Schnitzel.

Was die Milch-, Käse- und Fleischpreise in Griechenland betrifft, so hat Hag vollkommen Recht!

Weshalb ist das aber so teuer?

- Alles kleine Familienunternehmen, die in kleinen Stückzahlen verkaufen oder produzieren und eben keine guten Großhandelspreise bekommen.

- Gerade die wenigen Milch-Firmen haben quasi ein Kartell in Griechenland und zocken auch ihre Landsleute ab.

- Bei den Inseln kommt auch der Transport auf dem Seeweg dazu...

- Es fehlt die Konkurrenz! Gäbe es in Naxos einen gut erreichbaren LIDL, ALDI oder PLUS, würden die Preise auch normaler sein...

Was die Sache mit dem Restgeld angeht, habe ich bisher keine schlechten Erfahrungen gemacht. Sollte das in Naxos wirklich so sein, gibt es eine AGORANOMIA, bei der man so etwas anzeigen könnte. Nur müßte die einen Kassensturz machen. Und welche Kasse ist schon in GR geschlossen und arbeitet legal?...
Dann kommt dazu, daß einer den anderen kennt und nichts riskieren würde...

Ich glaube, daß Hag sicher in der Sache Recht hat, aber das ist sicher ein Einzelfall. Aber es ist sicher kein Schaden für die anderen Gäste, wenn sie gewarnt sind und wissen, wohnin man besser nicht geht.

Ich kenne in meinen Zielgebieten genau, welche Tavernen und Läden ich mit meinen Wandergruppen besuche. Es sind fast immer kleine Familienbetriebe, die ich lange kenne und, die wirklich gut arbeiten. Und die kommen auch nicht auf die Tour »Tobias bring uns Gäste, dann bekommste auch etwas dafür«... Ich bin und bleibe unabhängig und, wenn ich merke, daß wir für dumm verkauft werden, gehe ich mit der Gruppe nächstes Mal woanders hin.

Ich bin sehr froh, daß ich griechisch spreche und auch ganz deutlich meine Meinung sagen kann. Und da bin ich nicht immer nett. Denn die (wenigen) Griechen, die ausländische Gäste abzocken, schaden dem Land & seinem Ansehen und auch uns, die vom Fremdenverkehr leben.

Es reicht, daß der griechische Staat systematisch für ein mieses Image des Landes sorgt (Waldbrände, politische Skandale, mißerable Infrastruktur, Ausbildungssystem, etc.). Da müssen die »normalen« Griechen wieder dran erinnern, daß sie auch 2008 Gastfreundschaft pflegen. Ich fühle mich in kaum einem Land so sicher, wie in Griechenland (außer auf Strassen).

Also – User wie Hag sollen ruhig andere warnen! Ob seine Art zu reisen gut oder schlecht ist, können wir nicht werten. Es ist seine Entscheidung, ob er z.B. an einer Bus-Tour teilnimmt.

Und, wer eben wirklich einmal das Land kennenlernen will, der vertraut sich Reiseleitern an, die Erfahrung mit Griechenland haben und ihren Gästen schlechte Erfahrungen ersparen. Aber das gibts nicht für 500€All-Inclusive, denn nur in kleinen Reiseunternehmen hat man die Flexibilität und Freiheit, sich wirklich um seine Gäste zu kümmern und, um die Untgernehmen zu stärken, die eben n icht mit der Masse schwimmen...

Viele Grüße
Tobias

Wanderstudienreisen

Pe | 02.09.2008 | 20:49 Uhr | ID 66317
Re: gerade von Naxos zurück

Kali spera Thomas

Ich staune ob deiner Inkonsequenz; am Schluss deiner Ausführungen steht dies: »um die Untgernehmen zu stärken, die eben n icht mit der Masse schwimmen...« und weiter oben wünschst du dir »Gäbe es in Naxos einen gut erreichbaren LIDL, ALDI oder PLUS, würden die Preise auch normaler sein...«. So frage ich mich:Warum muss im Ausland denn alles so sein wie in Deutschland??!! Warum sollen denn LIDL; ALDI und PLUS (zum Glück gibts diese nicht auf den kleinen Inseln!!!! – es wird sie nie geben, ALDI und Co. rentierten dort nämlich nicht, da Transportkosten etc wie im von dir aufgeführt)ins Ausland expandieren?Um die einheimischen Kleinunternehmen zu ruinieren, damit man/frau den gleichen Eurofood zum Einheitspreis auch im Ausland »kriegt«; wenn einem die ungewohnte, fremdländische Kost ja nicht schmeckt, könnte man/frau sich ja überlegen, schlicht und ergreifend, daheim zu bleiben. Alle die Einkaufenden in den oben aufgeführten Einkaufsghettos sollten sich zudem noch über die Personal-Knebelverträge dieser ach so glorifizierten Unternehmen orientieren – pfui, pfui, pfui kann ich nur sagen: bleibt doch mit diesen Geschäftsideen aussschliesslich in Deutschland.Und warum muss alles möglichst billigst sein,lasst doch dem kleinen Dorfladen seine Einkünfte und damit seine Überlebenschance – die Einheimischen gehen nämlich genau in diese kleinen Läden, um in der nichttouristischen Jahreszeit (ca. Mitte Oktober bis Mitte Mai = 7 Monate, also die grösste Zeit des Jahres) die täglichen Einkäufe zu tätigen und sind froh darum, dass es sie noch gibt!
Noch eine kleine Bemerkung: wer diese »All inclusive Angebote« bucht, wird niemals auch nur ein Körnchen der Kultur eines Landes kennenlernen noch pers. Kontakte knüpfen und (wie du schon gesagt hast) ist selber Schuld, wenn er etwas über den Tisch gezogen wird – Hellas ist nicht Deutschland!! – zum Glück.

Gia soy

Pe

Pe | 02.09.2008 | 20:52 Uhr | ID 66318
Re: gerade von Naxos zurück

Sorry, ich meinte natürlich nicht Thomas sondern Tobias.

Pe

gerd | 03.09.2008 | 12:05 Uhr | ID 66340
Re: gerade von Naxos zurück

Leider hat Tobis recht mit der Bemerkung:"der Tourist hat das Verhalten versaut«.
Wir reisen seit 20 Jahren auf griechische Inseln, und kennen noch die Zeit wo in den Tavernen grundsätzlich »abgerundet« wurde, und das auf Santorin.
Der Tourist der zeigen musste » ich habs ja« hat alles kaputt gemacht.
Nicht das ich falsch verstanden werde, mir geht es nicht um Cent oder früher Drachmen, mir geht es um den Umgang miteinander.
Allinclusive macht doch jede kleine Taverne, die noch Ursprünglichkeit zeigt, kaputt.
Bucht Übernachtung und macht den Rest allein, ein bischen Abenteuer darf es doch noch sein.
Zum Glück gibt es noch ein paar Inseln die noch schön griechisch sind, (aber ich verate sie nicht, ich bin Egoist.
Yassou
gerd

HanneSausS | 02.10.2008 | 12:47 Uhr | ID 67288
Re: gerade von Naxos zurück

Wir waren gestern abend im Paradiso. Zu siebt und auffällig touristisch. 5 davon blond und auch noch kurzärmelig bis nachts um 24 Uhr. Die Griechin im Allgemeinen trägt nun schon Stiefel und einen Rolli und ein dicke Jacke.

Das Essen war lecker, in weniger als 5 Minuten waren die Getränke und Vorspeisen auf dem Tisch. Die Hauptgerichte waren mehr als große Portionen. Wir haben dann gegenseitig probiert und so gut wie keiner hat die Portion geschafft. Die Pommes blieben liegen und es waren mehr als 7 auf dem Teller. Das Befteki entpuppte sich nicht als Viertelpfünder, es war sicher ein ganzes Pfund Hackfleisch und gefüllt mit Tomate, Käse und Schinken. Auch der Spieß, egal welcher, war mit sehr viel Fleisch bestückt.

Das Lokal war auch nicht unterbelegt, nein es war selbst um diese Jahreszeit sehr gut besucht. Auch eine Geburtstagfeier fand dort statt mit anschl. Feuerwerk.
Die Geburtstfeier war eine gemischte Gruppe aus Griechen und hier ansässigen Deutschen und... ??
Ich selbst weiß, dass dort auch griechische Hochzeiten stattfinden, warum ..... in einem Lokal, wo man fast vor dem Teller verhungert????

Dies musste jetzt mal gesagt werden.

Grüße aus dem sommerlichen Naxos
Hanne

Jakob | 09.10.2008 | 11:12 Uhr | ID 67544
Re: gerade von Naxos zurück

Hallo Hanne!

Du solltest aber dazuschreiben, dass es
1) Nachsaison ist
und
2) soweit ich weiss. lebst Du auch auf Naxos
und
3) dass Einheimische anders behandelt werden

Mich sieht das Paradiso jedenfalls nie mehr wieder.

LG
Jakob

R | 10.10.2008 | 14:45 Uhr | ID 67582
Re: gerade von Naxos zurück

Hallo Jakob,

ja, auch ich war bei der Runde mit Hanne dabei.

1) Dass Nachsaison ist, sah man im Paradiso nicht wirklich, soweit ich das sah waren viele Tische belegt.

2) Dass Hanne auf Naxos lebt haben die Kellner wirklich nicht ahnen können, sie kannten sie ja nicht.

3) Dass Einheimische anders behandelt werden kann schon sein, es waren jedenfalls genügend dort, um Geburtstag zu feiern.

Dass im Paradiso auch viele Touristen verkehren, ist klar. Bei der Lage! Dass es dabei auch mal zu Engpässen kommen kann ist glaub ich in jedem vollen Lokal möglich. Also: stay cool!

Gruß

R

Gini | 19.10.2008 | 18:06 Uhr | ID 67856
Re: gerade von Naxos zurück

Hallo Naxosfreunde,

zur Taverne Paradiso haben wir auch eine ganz besondere Beziehung... Gut es ist schon einige Zeit her, aber das Erlebnis veranlasst uns dort bestimmt nicht mehr essen zu gehen.

Wir setzten uns in den überdachten Teil des Restaurants, wo einer der Kellner auch unsere Bestellung aufnahm.

Leider wurde die recht harte und rockige Musik immer lauter, so dass wir beschlossen, doch lieber den Tisch zu wechseln und uns auf die andere Straßenseite zu setzen. Dies war für die Kellner allerdings ein fürchterliches Problem, da wir ja schon am anderen Tisch bestellt hatten.

Als unser Essen dann kam, waren die Kartoffeln wirklich eiskalt. Wir bemängelten dies, und der Kellner verschwand mit unseren Tellern in der Küche. Als er wieder kam, waren die Kartoffeln zwar warm (heiß braucht man das Essen in Griechenland ja sowieso nicht zu erwarten) allerding war inzwischen das Fleisch auf dem Teller kalt geworden.

Da es uns zu blöd war, dies nun nochmal zu reklamieren, pickten wir ein wenig darin herum. Aber das Fleisch war auch extrem fettig, so dass wir schnell genug hatten.

Zu unserer Rettung kam dann der Hund... ein ziemlich großer Strandhund (für Naxos eigentlich ünüblich) der es sich dann neben unserem Tisch gemütlich machte. Normalerweise füttern wir keine Tiere in Restaurants, aber da er nicht aufdringlich war und sich auf unseren Tellern noch ettliche Fleisch-Fettbrocken befanden, konnten wir nicht wiederstehen.

So hatte wenigstens der Hund ein opulentes Mahl bekommen!

Das war unser erster und bestimmt einzigster Besuch im Paradiso!

Trotzdem werden wir weiterhin nach Naxos reisen, da wir es dort traumhaft schön finden. Das Essen gehen haben wir allerdings extrem eingeschränkt, da verpflegen wir uns lieber selbst und wenn man die dort auf der Insel wachsenden Gemüse kauft (z.B. Kartoffeln und Gurken) kommt man auch recht günstig über die Runden.

Einen Abend werden wir uns sicherlich wieder was gutes gönnen und ins Enetiko (Naxos Stadt) gehen, nicht gerade billig, aber soooo lecker!

Tschüß Gini

esc | 19.10.2008 | 19:39 Uhr | ID 67858
Re: gerade von Naxos zurück

Ja das hat was...

...drei Wochen Kartoffeln mit Gurken, da tut man auch noch was für die Bikinifigur.

Sollte ich auch mal machen :-)

esc

Penny | 20.10.2008 | 13:47 Uhr | ID 67861
Re: gerade von Naxos zurück

Hallo Gini,

du brauchst dich doch in Naxos nicht von Kartoffeln und Gurken ernähren. Obwohl die Kartoffeln wirklich gut schmecken. Ein recht preiswertes Essen gibt es in den zwei Ouzerien am Hafen und auch typisch Griechisch gut. Namen: Limanaki und Valetta. Oder auch bei Irinis am Hafen. Wir persönlich bevorzugen Limanaki, aber das sollte man selber testen.
Probier es nächstes Jahr mal aus!

Gruß
Penny

Gini | 22.10.2008 | 23:31 Uhr | ID 67917
Re: gerade von Naxos zurück

Hallo Penny!

Am Hafen sind wir bisher immer nur hin und her gelaufen und konnten uns nicht so recht entscheiden, in welches Restaurant wir dort einkehren sollten...

Deshalb werden wir Deine Tipps im kommenden Sommer (ich freue mich jetzt schon drauf) bestimmt mal ausprobieren!

Gibt's irgendwas was Du besonders empfehlen würdest?

Lieben Gruß Gini

Penny | 23.10.2008 | 13:44 Uhr | ID 67925
Re: gerade von Naxos zurück

Hallo Gini,

ja mein Lieblingsgericht ist Salaturi (wo ich immer noch dem Rezept hinterher laufe). Ganz zarter Fisch ohne Gräten, angemacht mit Essig und Öl, Oliven und Zwiebeln. Auch zu empfehlen, leicht warmer Kartoffelsalat aus Naxischen Kartoffeln. Wer gerne Fisch ist: Dort gibt es fangfrischen Fisch (allerdings etwas teurer aber bezahlbar). Am besten zum Griller gehen, sich den Fisch zeigen lassen und einen Preis aushandeln dann stimmts. Das alles in den Tavernen und noch vieles mehr. Bei Irinis empfehle ich das im Backofen geschmorte zarte Fleich mit Tomaten und gebackenen Kartoffeln. Es wird im Papier geschmort und schmeckt einfach nur gut.

Grüße
Penny

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