| gerade von Naxos zurück Wer noch nicht weiß, wo er hin will und Naxos »prüft«, der kann mich gerne fragen – vielleicht weiß ich zu bestimmten Themen was.
Gleich vorweg: Griechenland scheint im Allgemeinen »sauteuer« zu sein seit dem EUR. Auch Naxos macht da keine Ausnahme: 1,5 L Milch ca. 2,20 EUR. Ich kann nur empfehlen, große Supermärkte zu suchen – leider wird man sie an den schönen Stellen nicht finden :-) Am billigsten scheinen Weißbrot und Bananen. Und bitte Vorsicht: kein Geschäft hat die gleichen Preise!!! – Wer in Naxos-Stadt abends im Getümmel zwei Kugeln Eis im ultraschicken »Wafflehouse« genießen möchte, bekommt auf die zweite Kugel einen saftigen Rabatt von 10 Cent, sodass das Eis nur mehr 3,10 EUR kostet :-) Allerdings schmeckt es fantastisch.
Was mir ein Anliegen ist: Wer seine Fotos gleich vor Ort brennen lassen will, damit er mehr Speicherplatz hat, der meide doch – so meine persönliche Empfehlung – den oft empfohlenen »Laden« »ZOOM« – nur wenn es nicht anders geht, sollte man da hingehen. Das Personal ist dermaßen unfreundlich und teuer ist das Brennen auch (5,-). – Viel besser: gleich der im Grunde erste »Touri-Shop« am Hafen, der einem ins Auge fällt: »FOTO DIONYSOS« o.ä. CD oder DVD!!!-Brennen: 3,- EUR; da kann man wirklich nicht meckern!!! Hinter dem ersten Hafen-Restaurant (die Restauraunts liegen alle in einer Reihe). Die zwei Brüder sind meiner Erfahrung nach (dreimal brennen, viermal einkaufen) sehr sehr angenehm, meist sehr freundlich.
Wo ich gerade beim Hafen bin: Man kann erstaunlicherweise durchaus günstig in einigen der an der Hafenpromenade aufgereihten »Restaurants« essen: Im ersten gibts für 6,50 ein Touri-Menü mit Getränk (der Preis ist unschlagbar!), im vierten oder fünften gibts sowas für 6,90. Im ersten ist die Menge wirklich sehr in Ordnung. An die Qualität des Fleisches darf man halt keine großen Ansprüche stellen – aber man kann es wirklich essen (muss nicht jeden Tag sein); viel Salat, viele u. recht gute Pommes. In dem andern Restaurant gibts ein Menü mit »Schweinebraten« (steht so auf der deutschsprachigen Tafel); die Portion ist eher mittel, wenig bis kaum Salat (drei od. vier Tomatenscheiben) und der Schweinebraten sieht eher unappetitlich aus – schmeckt aber komischerweise wirklich recht gut.
Weiter beim Essen – diesmal am Plaka-Strand: auch hier eine pesönliche Bitte bzw. ein Ratschlag: Wer sich nicht vollends verarscht vorkommen will, der sollte das toll gelegene »PARADISO« vermeiden. Es reut mich persönlich weniger, da ich von den 25,- EUR, die wir da ausgegeben haben, 20,- EUR am Strand gefunden habe, aber dieser Laden ist das Geld wirklich nicht wert. Klar verlocken die Tische, die direkt am Strand stehen (dieses Foto sieht man im Netz mehrfach), aber davon sollte man sich nicht da hin treiben lassen – außer Geld spielt keine Rolle, aber dann würde ich in diesem Laden sicher GARNICHT essen. Die Bedienung mit dem coolen elektronischen Notizzettel sah bei der Bestellung demonstrativ die meiste Zeit auf die Seite, wie als wollte sie sagen: »Was muss ich Euch Touri-Schwachköpfe hier ertragen, seid froh, dass ich Eure Bestellung überhaupt aufnehme und Ihr mir Euer Geld dalasssen dürft, damit wir hier PDAs zur Bestellannahme kaufen können.« Dazu möchte ich anmerken, dass wir keine Leute sind, die sich auffallend touristisch benehmen od. (teuer/schlecht) kleiden o.ä. und die damit etwa die Haltung »selbst verschulden« würden o.ä. Serviert bekommt man als »Grillteller« einen süßen ovalen Teller, von dem man erst denkt, der Ober hätte ihn fälschlich hierhergebracht, da es ein Teller für die kleinen Kinder am Nebentisch sein müsse – leider stellt sich diese Vermutung als falsch heraus und die etwa 9 Pommes Frites sind für den erwachsenen Hunger gedacht. Gut, dass da noch das Fleisch ist: Die »lecker Wurst« steht zwar auf der Karte, aber dass sie so unspektakulär winzig u. langweilig ist, hätte ich nie vermutet. Das/die Hackbällchen/Bulette/Fleischpflanzerl schmeckt ganz gut, ja, und das mit der Lupe gefräste Stück trockene Schweinefleisch auch. Die zwei Bissen Ziegenfleisch, die am Knochen daherkommen: so sieht bei mir daheim ein Knochen aus, den ich nicht ganz sauber abgenagt habe. Fazit: Der »Grillteller« (9,50 EUR) und die Bedienung sind ein schlechter Witz. Besonders schlecht an dem Witz: Ich durfte mit meinem »Grillteller« beginnen, nachdem meine Freundin schon etwa 10 Min. lang mit dem Essen fertig war. Sie bekam eine gefüllte Tomate mit einer Portion Reis, die selbst ein – verzeihen Sie mir die Ironie – Mensch aus einem Hungergebiet der 3. Welt als Beleidigung empfunden hätte. Ich hätte wirklich nichts gesagt, wenn man einfach am Fleisch gespart hätte u. dafür normale Mengen Reis od. Pommes serviert hätte – so aber war das schon ärgerlich: Abzocke-Feeling pur. - Nach dem Essen und der angeforderten Rechnung lieferte uns mit einem freundlichen Lächeln ein junger Mann wie selbstverständlich vier kleine Bällchen auf einem Teller und verschwand. Etwas verwundert über dieses vermeintliche griechische Geschenk, das wir – ich hoffe, weniger aus Dummheit, sondern aus dem Gefühl heraus, viel zu wenig bekommen zu haben – in Analogie zum »Ouzo danach« interpretierten, freuten wir uns und dachten, dass somit der schlechte Service u. die Mini-Portionen etwas ausgeglichen wären und dass das wohl eine Art sein müsse, die Gäste zu beschwichtigen. Als ich dann mit der benutzen Gabel vorsichtig ein Bällchen öffnete u. meine Freundin mit dem Finger ein Stück abbrach, erkannten wir keine Süßspeise u. riefen den Kellner erneut: ein nettes verlegenes Lächeln verriet den Zuordnungsfehler u. die angepatzten u. befingerten Bällchen wechselten den Besitzer :-) Noch bevor die Rechnung kam, hätten wir auch noch die Fangarme eines Oktopus serviert bekommen – dass das kein Geschenk sein kann, merkten sogar wir :-)
Die unfreundliche Bedienung klopfte energisch wiederholt mit dem Finger auf den Rechnungsbetrag für das Brot (»You pay this!«), nachdem ich ihr freundlich erklärte, dass wir nicht wussten, dass in Gr. Brot wohl immer mit berechnet wird, auch wenn man nichts davon isst. Der Hinweis, dass ich (nach dem Erblicken der Mini-Portion Essen meiner Freundin) extra vor dem Essen gefragt habe, ob Brot »for free« wäre und dass wir das falsch verstanden hatten, interessierte sie nicht – sie bestand unfreundlich auf den 2 x 70 Cent für das unberührte, in die Serviette eingeschlagene Brot. Hier geht es nicht um EUR 1,40, sondern um normale Freundlichkeit, finde ich. Wer das anders sieht, soll sich gerne auf die schönen Stühle im Sand setzen und kosten. -
Wechselgeld immer u. überall nachzählen!
Naxos nicht unterschätzen: bei Ankunft unspektakulär, aber sehr nette Gässchen, tolle Fotomotive – tags wie nachts. »Jedoch« überschaubar. Auch die Standard-Bustour für 25,- EUR kann man ohne Weiteres empfehlen: 9.30 bis 17.30 tägl. Buchbar in den Läden am Hafen. |