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Volker | 22.10.2008 | 20:27 Uhr | ID 67916
Touristenvisum schwer verlängerbar

Es wurde in den letzten Monaten immer wieder behauptet, dass man ein dreimontiges Touristenvisum locker um weitere drei Monate verlängern könnte und dies zudem nix oder fast nix kostet. Diese Info ist falsch. Seit Juli können drei monatige Touristenvisas nur schwer und wenn überhaupt nur gegen bürokratisches Entgelt (meist über 300 USD oder einiges mehr) verlängert werden. Allen die länger als drei Monate im Land bleiben wollen, kann ich nur dringend raten mit einem entsprechenden Visum, ausgestellt im ecuadorianischen Konsulat des jeweiligen Heimatlandes, einzureisen. Dies gilt vor allem für Praktikanten und Volontäre. Auch mit einer kurzen Ausreise nach Kolumbien zwecks Visaverlängerung ist es inzwischen vorbei !

Beiträge
Anni | 23.10.2008 | 21:18 Uhr | ID 67938
Re: Touristenvisum schwer verlängerbar

Ich habe von dieser Problematik durch Zufall 4 Tage vor meinem Abflug am 1. Oktober erfahren (will 110 Tage bleiben). Nicht einmal die Konsulate waren bis dato informiert, sondern haben sich erst auf meine eMail hin bei der Botschaft in Berlin rückversichert. Die Konsulate hätten also bis 27. September jedem, der sich über Ecuador informiert hätte, die alten Infos weitergegeben, auchdies wurde mir bestätigt. (Die deutsche Botschaft in Quito sagte mir, dass die Gesetzesänderung schon seit 8. Juli gilt. Soviel zur Kommunikation unter den Ämtern in D)
Die Botschaft in Berlin teilte mir dann telefonisch mit, dass es für ein in D ausgestelltest Visum jetzt zu spät sei und ich einfach bei der Ausreise die Strafe in Höhe von 200 Dollar bezahlen soll. Da ich aber nicht illegal im Land bleiben möchte und mir gar nicht erst denken will, was bei einer Passkontrolle auf mich zu käme, haben eine Freundin und nich dieses Wochenede den Grenzübertritt nach Kolumbien probiert.
Wir haben beide einen neuen 90 Tage Stempel bekommen, Sie ist einen Tag vor mir zurück nach Ecuador. Im Gegensatz zu mir wurde ihr jedoch an der Grenze gesagt, dass sie trotz Stempel die 200 Dollar Strafe bei einem Aufenthalt über 90 Tage bei Ausreise zu bezahlen hätte. Mal sehen, so genau weiß das hier auch niemand. Auch nicht, ob es wenn überhaupt bei 200 Dollar bleiben wird.

Ich persönlich werde wohl die Variante mit eventueller Strafe bezahlen ausprobieren.

Wer jetzt im Land (Quito) ist und sich hier auf Nummer sicher ein Visa besorgen will:

Ministerio de Relaciones Exteriores in der 10 Agosto y Jose Carion, 1. Obergeschoss, linker Schalter. Ich habe hier einige Deutsche kennengelernt, die auf diesem Weg ihr Visum (Touristenvisum 12-IX) bekommen haben. Kosten: 200 Dollar fürs Visum, 30 Dollar Verwaltungskosten und nocheinmal 25 Dollar für ein Schreiben eines Notars, der ausreichend finanzielle Mittel bestätigt.

Eddi | 23.10.2008 | 21:59 Uhr | ID 67942
Re: Touristenvisum schwer verlängerbar

Hallo Volker und Anni,

danke für Eure Info! Weiß jemand, was mit dieser merkwürdigen Visumspolitik erreicht werden soll?

Ich bin sehr verwundert, weil ich vor kurzem von mehreren Ecuadorianern gehört habe, Correa hätte den Visumzwang »abgeschafft« und es wären bereits etliche tausend Ausländer eingewandert, die jetzt ohne Visum oder Arbeitserlaubnis bleiben können, darunter angeblich zigtausende Chinesen. Das scheint ja dann wohl nicht zu stimmen oder ist gezielte Anti-Correa-Propaganda wenn in der Wirklichkeit das genaue Gegenteil geschieht.

Verwundert bin ich auch, dass man Touristen einen längeren Aufenthalt erschweren möchte. Was soll das bringen? Ich war bislang davon ausgegangen, dass es ein Standard unter südamerikanischen Ländern sei, bis zu 180 Tage Tourismus-Aufenthalt pro Jahr ohne große Formalitäten zu gestatten.

Yvpa | 24.10.2008 | 12:31 Uhr | ID 67957
Re: Touristenvisum schwer verlängerbar

Hallo Anni,
also ich habe heute im ecuadorianischen Konsulat in Hamburg nachgefragt wie das mit der Visumbeschaffung läuft und die haben mich nach Berlin verwiesen und mir gesagt,dass dies ganz unkompliziert über den Postweg läuft. Die nette Dame am Telefon sagte mir außerdem, dass es ganz schnell geht (habe sie nämlich darauf hingewiesen, dass ich in 1 Monat fliegen werde).
Ansprechpartner in Berlin wäre Herr Ministor Valencia.
Lieben Gruß

Anni | 24.10.2008 | 15:19 Uhr | ID 67961
Re: Touristenvisum schwer verlängerbar

Genau dieser Herr Valencia hat mir mitgeteilt, dass es für mich für ein Visum zu spät gewesen sei und ich die Strafe bei Ausreise bezahlen soll. Er hat mir hier ein Amt genannt, auf das ich gehen sollte. Es war das falsche.
Vielleicht geht das ja mittlerweile schneller in D ein Visa zu bekommen...

Volker | 24.10.2008 | 19:00 Uhr | ID 67973
Re: Touristenvisum schwer verlängerbar

Ein Touristenvisum von bis zu drei Monaten Gültigkeit kann inzwischen jeder Bürger dieser Welt bekommen. Dadurch gibt es ja gerade eine Einwanderungsflut von Chinesen, Arabern, Afrikanern. Ob die alle im Lande bleiben und nicht in irgendein Drittland reisen, bezweifle ich. Ausländer sind willkommen, solange sie ihre Kohle ausgeben und dann auch wieder verschwinden. Dies gilt sowohl für Touristen als auch für Investoren. Einwanderer werden durch die neuen Visumsmassnahmen viel weniger willkommen geheissen. Es gibt übrigens keine Anti-Correa-Propaganda, sondern nur Pro-Correa-Propaganda. Alle Fernsehkanäle sind damit zugepflastert. Ein Trost bleibt jedoch: allen schöngeistigen Pro-Correa-Ausländern hat es inzwischen die Sprache verschlagen. La Patria ya es todos !

Conny | 24.10.2008 | 19:36 Uhr | ID 67977
Das Problem hab ich auch gerade

Hallo,

das Problem habe ich auch gerade. War von Februar bis Juni in Ecuador, also 5 Monate. Damals wurde mir das Touristenvisum problemlos fuer weitere 3 Monate verlaengert. War dann von Juni bis Oktober in Deutschland. Bei meiner erneuten Einreise nach Ecuador habe ich nur ein Visum fuer 3 Wochen bekommen.

War jetzt in Cuenca bei der Police migration und auch beim deutschen Honorarkonsulat. Ueberall die gleiche Antwort...die Gesetze haben sich verschaerft.

Meine Frage ist aber jetzt: Ich moechte gerne noch laenger im Land bleiben, d.h. ca. 4 Wochen illegal. Dann wuerde ich ueber Land oder mit Flugzeug nach Kolumbien ausreisen. Gibt es da einen Unterschied? Kann man die 200 Dollar Strafe ueberall zahlen? Bekommt man dann einen Stempel »unerwuenscht« oder was passiert, wenn mal im Land ohne Visa erwischt wird?

Liebe Gruesse aus dem heute warmen und sonnigen Cuenca,
Conny

Bob | 24.10.2008 | 19:41 Uhr | ID 67979
Re: Touristenvisum schwer verlängerbar

Die neue Visa-Politik wurde in den offiziellen Kanälen als großartig propagiert, da wie schon erwähnt jeder nach Ecuador ohne Visum einreisen kann. Das nun nicht mehr wie gehabt um 3 Monate zu verlängern ist, richtet sich aber meines Ermessens nicht gegen europäische oder nordamerikanische Touristen (die ja Geld ins Land bringen), sondern eher gegen die Nachbarländer (vor allem Kolumbien), da sich bekannterweise zahlreiche Kolumbianer in Ecuador aufhalten.

Ich wollte außerdem darauf hinweisen, dass die Strafe bei längeren (illegalem)Aufenthalt zwischen 200 und 2000(!) $ liegt, wer dann aber entscheidet, wie hoch es tatsächlich ist, kann aber wie immer keiner beantworten.

Um sicher zu gehen, kann man aber beim Konsulat (in Dtl.) ohne große Schwierigkeiten ein 6 monatiges Touristenvisum (Visa no-immigrante 12-IX) beantragen (kostet 200$).

Eddi | 27.10.2008 | 00:18 Uhr | ID 68064
Re: Touristenvisum schwer verlängerbar

@Volker
Danke für die Erklärung, jetzt hab ich's kapiert. Hauptsache populistisch agieren, Correa bemüht sich, zu Chavez aufzuschließen... Also jeder bekommt jetzt drei Monate, die dafür aber nur schwer zu verlängern sind. Wie sagte ein Graffiti in Ibarra so schön: »El hambre ya es de todos!«

@Bob
Ich kann kaum glauben, dass du auf den billigen Correa-Populismus hereinfällst. Gerade gestern erst hat Correa damit gedroht, er wolle zukünftig allen Kolumbianern die Einreise verwehren, wenn die kolumbianische Regierung nicht gegen die FARC vorgehe. Ironischerweise bezeichnet derselbe Correa die FARC-Terroristen als »Kameraden« im Kampf für den »Sozialismus des 21. Jahrhunderts«.

Glaubst du im Ernst, dass sich die geschätzte halbe Million »illegaler« Kolumbianer in Ecuador von einem verschärften Tourismus-Gesetz beeindrucken lässt? Und das obwohl jeder die Grenze zwischen beiden Ländern ohne Ausweis überschreiten kann? Glaubst du im Ernst, dass allein die Kolumbianer für die steigende Kriminalität in Ecuador verantwortlich sind? In Bogotá kannst du rund um die Uhr Menschen auf den Straßen sehen, während in Quito nach 20h30 keiner mehr freiwillig einen Fuß vor die Tür setzt.

Ich will nicht bestreiten, dass in Ecuador u.a. kolumbianische Kriminelle ihr Unwesen treiben. Aber die Anti-Kolumbianer-Hetze der letzten Jahre hat dramatische Auswüchse angenommen, die nicht zu rechtfertigen sind. Dass jetzt auch noch ein sozialistischer und angeblich weltoffener Präsident offen gegen das kolumbianische Brudervolk hetzt, ist an Populismus nicht weiter zu überbieten und bewegt sich langsam in Richtung NPD-Niveau. Und das zwischen zwei Ländern, die eigentlich keinen Grund haben, sich weniger gut zu vertragen als z.B. Deutschland und Österreich.

@Conny
Mach von deinem Reisepass eine notariell beglaubigte Kopie, aber nicht vom Einreisestempel. Wenn dich ein »Chapa« kontrolliert, sprich stur deutsch mit ihm. Tu so als ob du ihn nicht verstehst. Erzähl ihm auf deutsch oder englisch, dass dein Originalpass im Hoteltresor liegt. Das hat bei mir schon mehrmals funktioniert. Wenn gar nix mehr hilft, kannst du ihn immer noch auf einen »cafecito« einladen... er wird verstehen was du meinst und ihr könnt den Preis des »Käffchens« aushandeln.

Ich habe übrigens noch nie gehört, dass jemand mehr als 200 USD Strafe für »illegalen« Aufenthalt bei der Ausreise bezahlt hätte. Am Grenzübergang Rumichaca gibt es sogar einen offiziellen Aushang mit der Kontoverbindung, auf welche die 200 Dollar einzuzahlen sind.

Bob | 27.10.2008 | 17:35 Uhr | ID 68071
Re: Touristenvisum schwer verlängerbar

@ Eddi

Ich falle in keinster Weise auf »billigen Correa-Populismus« herein und habe auch nicht geäußert, dass Kolumbianer Kriminelle sind.
Ich habe lediglich mitgeteilt, welches aus meiner Sicht der Grund für die Gesetzesänderung ist, dass ich dies unterstütze, habe ich nicht behauptet.
Ich lebe seit mehr als 2 Jahren in Ecuador und kann mir ein Bild darüber machen, was hier im Land zu passiert. Selbstverständlich wird kein sich illegal hier Aufhaltender (egal aus welchem Land er kommt) davon beeindrucken lassen, ob das Aufenthaltsrecht geändert wurde.
Ich denke auch nicht, dass dies hier der richtige Rahmen für eine politische Diskussion ist, und ehrlich gesagt, ist es mir auch ziemlich egal, wieviele Kolumbianer, Peruaner, Amerikaner oder Europäer legal oder illegal im Land sind.

Außerdem ist mir klar, dass die Strafe in der Regel(!) 200$ beträgt, ich wollte lediglich darauf hinweisen, dass im Gesetz steht, dass der Betrag zwischen 200 und 2000 $ betragen kann. Nicht dass sich jemand wundert, wenn er dann zufällig an den Beamten gerät, der 2000 $ kassieren will!

Volker | 27.10.2008 | 19:37 Uhr | ID 68075
Re: Touristenvisum schwer verlängerbar

Endlich ein heisses Thema! In meiner Strasse in der Mariscal, wo ich seit 14 Jahren draufrunterschaue (vorher schaute ich auf andere Strassen Ecuadors), arbeiten kolumbianische Parkwächter und Zeitungsverkäufer. Sie machen ihren Job ziemlich gut. Man merkt, dass sie es nötig haben Geld zu verdienen, ein gewisser Professionalimus scheint ihnen angeboren zu sein. In Kolumbien ist das Leben härter. Zudem gibt es teils sogar mehrfach pro Woche einen Raubüberfall auf dieser Strasse direkt vor meinem Büro, dies seit 14 Jahren. Die Täter sind in erster Linie Ecuadorianer. Mich hat es im Laufe von 14 Jahren 6x erwischt und konnte dabei keinen kolumbianischen Akzent ausmachen. Auch bei der völlig unnützen Polizei ist kein Kolumbianer dabei. Und die schweigend wegschauenden Nachbarn sind auch keine Kolumbianer. Einer meinte neulich, dass sie uns die Arbeit wegnehmen. Vielleicht sollte ich einen Reiseführer über Kolumbien schreiben ?

Bob | 27.10.2008 | 21:08 Uhr | ID 68083
Re: Touristenvisum schwer verlängerbar

Ich habe auch den Eindruck, dass die Kolumbianer hier deutlich geschäftstüchtiger sind als die Ecuadorianer! Woran das liegt, weiß ich allerdings nicht. Und da ich nicht in der Großstadt wohne, habe ich (zum Glück) auch keine Erfahrungen mit Raubüberfällen, sei es von Ecuadorianern oder Kolumbianern.

Volker | 27.10.2008 | 22:05 Uhr | ID 68085
Re: Touristenvisum schwer verlängerbar

Das Leben in den Nachbarländern Ecuadors ist vor allem für die Normalbevölkerung härter. Anderswo muss mehr getan werden um den Lebensunterhalt zu sichern. Die Löhne sind meist niedriger und die Jobs rarer. Ecuador ist im Vergleich ein privilegiertes Land, dass in vielerlei Hinsicht wirtschaftliche Vorteile bietet. Dies war eigentlich schon so seit präkolumbischen Zeiten. Bereits die Inkas fanden die saftig grünen Anden äusserst attraktiv. Diesen Standortvorteil – zudem ohne Kriege und Guerrilla – spürt man heute noch. Die Ecuadorianer sind von Mutter Natur aus immernoch begünstigt. Allerdings wird es jetzt enger, da auch die Bevölkerung sehr stark angewachsen ist. 1986 waren es noch 7,5 Mio., heute sind es 14,5 Mio. und ist das dicht besiedelste Land Südamerikas. Wo wohnst Du eigentlich Bob ?

Finja | 28.10.2008 | 20:20 Uhr | ID 68126
Re: Touristenvisum schwer verlängerbar

Ich halte mich bereits seit Anfang Oktober in Ecuador auf, und hab bei der Einreise ein 3-monatiges Touristenvisum bekommen. Eingereist bin ich jedoch mit der Absicht, dieses hier zu verlaengern, da ich bis Mitte Februar ein Voluntariat mache. So waren auch alle Informationen, die ich beim Konsulat in Berlin, Internet etc bekommen habe. Das die Verlaengerung nun nicht mehr moeglich ist, schockiert mich nun natuerlich, und ich moechte meinen Aufetnhalt auch nicht vorzeitig beenden muessen. Was fuer Moeglichkeiten hab ich denn jetzt, da ich mich schon im Land befinde? Kann mir da irgendjemand einen Tip geben? Mein erster Gedanke war, mich an die Migrationsbehoerde in Quito zu wenden...

Bob | 28.10.2008 | 21:31 Uhr | ID 68128
Re: Touristenvisum schwer verlängerbar

@Finja

Ich habe gehört, dass man zur Direccion General de Extranjería (calle San Ignacio/San Javier, nahe dem Multicentro in der 6 de Deciembre) gehen kann, um eine Verlängerung zu »erkaufen«, ich habe aber wirklich keine Ahnung, ob das stimmt. Verlängerungen wurden ja vormals von der Direccion de Migracion (früher gegenüber vom Shopping Center El Jardin, jetzt Rio Coca) vorgenommen, da musste man auch hin, um die 200$ Strafe bei illegalem Aufenthalt zu zahlen), wie das jetzt läuft, weiß ich nicht.


@Volker

Ich wohne im schönen Mindo und betreibe eine Saftbar – ist aber noch nicht in deinem Reiseführer erwähnt, denn diese gibt es erst ein halbes Jahr;)

Eddi | 29.10.2008 | 02:13 Uhr | ID 68130
Re: Touristenvisum schwer verlängerbar

@Bob

Nix für ungut, war mir schon klar dass du keine fremdenfeindliche Hetze betreiben willst. Ich wollte es nur für Außenstehende klarstellen, dass die Ausländerfeindlichkeit gegen Kolumbianer unbegründet ist und sich damit nur schwer politische Maßnahmen rechtfertigen lassen – außer man ist Populist und sucht die Schuld der eigenen Probleme immer bei anderen, schwächeren wie z.B. bei den »Illegalen«.

Meine Ex-Freundin ist Kolumbianerin und bekommt (trozt fester Arbeit mit gutem Einkommen und Residencia-Visum) aufgrund ihrer Nationalität keine Wohnung in Ibarra. Es ist auch ganz schwer eine Schule zu finden, die kolumbianische Kinder aufnimmt bzw. die staatlichen Schulen sind wohl dazu verpflichtet, aber was da auf dem Schulhof abgeht ist krass. Anscheinend verbieten viele ecuadorianische Eltern ihren Kindern regelrecht, mit den »bösen« kolumbianischen Kindern zu spielen.

Und zu den 2.000 Dollar Höchststrafe: Vielleicht bin ich zu Unrecht davon ausgegangen, dass sich ein deutscher Tourist von vornherein nicht mehr als die (auch vom Konsulat) erwähnten 200 Dollar abknöpfen lässt. Ich zumindest hätte soviel Geld eh nicht bei mir. Und wenn schon ein offizieller Aushang an der Grenze »200 US$« sagt, dann würde sich doch jeder darauf berufen, oder nicht?

Ah Mindo, da weiß ich schon wo ich das nächste Mal meinen Saft trinke... :-)

Anni | 30.10.2008 | 15:04 Uhr | ID 68156
Re: Touristenvisum schwer verlängerbar

Also wie jetzt: Strafe bei der Migracion in der Rio Coca bezahlen oder erst am Flughafen so wie mir das gesagt wurde? Das ist ja da quasi auch eine Migrationsbehörde. Oder doch auf das angegebene Konto überweisen? Ich werde an einem Samstag morgen aus Quito wieder nach Hause fliegen und wollte eigentlich mal ausprobieren, ob die Strafe überhaupt jemand haben will. Von daher fände ich das sehr unpraktisch, wenn ich den Tag vor dem Nachhauseflug noch zur Migracion in die Coca müsste, ummir danndefintiv Geld abknöpfen zu lassen.

Das ist alles so unsicher hier, vorallem ich habe ja den verdammten Stempel im Pass, ist halt eben nur die Frage, was der bringt.

Eddi | 30.10.2008 | 18:16 Uhr | ID 68165
Re: Touristenvisum schwer verlängerbar

Hallo Anni

ich würde auf keinen Fall freiwillig eine Strafe zahlen. Ich würde mich am Flughafen (falls es »Probleme« gibt) auf den gültigen Stempel der Landeinreise aus Kolumbien berufen (wozu soll der gut sein, wenn der nicht als gültige Einreise für 90 Tage gewertet wird?), danach würde ich die (Fehl-)Information des ecuadorianischen Konsulats in D anführen. Außerdem würde ich sagen, dass ich nie und nimmer 200 USD auftreiben könnte, weil mir gerade genug für die Ausreisesteuer (45usd) übrigbleibt, und mit allem möglichen drohen, falls ich jetzt aufgrund der unberechtigten Strafe den Flug verpassen sollte.

Ich bin 2005 mit einem argentinischen Freund nach Lima geflogen. Er befand sich bereits seit 2 Jahren (!) »illegal« in Ecuador. Als er 200 Dollar bezahlen sollte, hat er eine tierische Show abgezogen. Von wegen er sei Argentinier und könne mit seinem argentinischen Pass reisen wohin er wolle, er sei ein freier Bürger und die Ecuadorianer könnten ihn nicht gegen seinen Willen festhalten. Das ist zwar alles grober Unfug, aber am Ende waren die Ecauadorianer angenervt und haben ihn einfach so ausreisen lassen.

Das mag nicht jedem gelingen bzw. das mag mittlerweile strikter gehandhabt werden, aber probieren würde ich es auf jeden Fall! Im schlimmsten Fall kannst du immer noch 20 Min. vor Abflug die 200 Dollar hinblättern.

Filipa | 30.10.2008 | 22:23 Uhr | ID 68171
Re: Touristenvisum schwer verlängerbar

Hallo,
habe auch das Problem dass ich versuchen muss mein Visum irgendwie zu verlängern.Werde mich nämlich ab Mitte November 118 Tage im Land aufhalten.Ein Visum habe ich extra nicht zusätzlich beantragt weil mir im August noch von der ecuadorianischen Botschaft in Berlin erzählt wurde, dass ich das Visum in Quito um weitere drei Monate verlängern könnte. Aber dass das nun doch so teuer und aufwendig wird.... Viele reden davon nach Kolumbien ein und wieder auszureisen. Aber geht das nicht genauso gut über Peru?Viell. muss ich mir so etwas dann auch überlegen.
Bitte melde sich wer Erfahrungen mit der Visumverlängerung hat.
Danke!

Nora | 03.11.2008 | 21:34 Uhr | ID 68243
Re: Touristenvisum schwer verlängerbar

also ich bin jetzt vom 1.11.08 bis zum 14.3.09 in ecuador und habe auch erst 3 tage vorher mitbekommen, dass es neuerdings schlauer ist mit visum einzureisen, wenn man laenger als 90 tage im land bleiben moechte. ich hab erstmal panik bekommenm, wie ich so schnell noch ein visum bekommen kann, aber die botschaft in berlin war echt super kooperativ und ich hab an meinem abflugstag noch ein visum fuer 6 monate bekommen. Das hat mich zwar 160 euro gekostet, was ja aber auch nich mehr ist al die 200$ die man bei der ausreise ohne visum bezahlen muesste. aber man hat mir auf der botschaft gesatg, dass ab 1.11. das visum 200 euro oder so kostet. da hatte ich noch mal glueck.
was ich aber damit sagen moechte ist, dass es sich auf jeden fall lohnt ein visum in deutschlad zu holen. is ist nich viel teurer und man spart sich den stress. und es ist auch noch kurzfristig moeglich.
damit schoene gruesse aus quito

( wer grad auch noch in quito is und sich vllt mal mit mir treffen will: mora_mettig@web.de)

Elea | 05.11.2008 | 17:20 Uhr | ID 68283
Re: Touristenvisum schwer verlängerbar

Na, das sind ja tolle Neuigkeiten, vonwegen Visaverlängerung super kompliziert...
Bin hier aus familiären Gründen. Müßte aber auch meinen Aufenthalt verlängern, da ich insgesamt 4,5 Monate hier bleibe. Habe jedoch Kinder. Frage daher: muß ich meine Kinder (noch sehr klein) mit aufs Amt nehmen, um das Ganze zu bewerkstelligen, oder reichen da Passkopien aus? und es kostet dann 200 Dollar pro Pass?

Volker | 05.11.2008 | 17:51 Uhr | ID 68284
Re: Touristenvisum schwer verlängerbar

Wir haben das gleiche Problem mit einer Praktikantin. Ich werde mich versuchen diese Tage auf der Extranjería schlau zu machen, da wir auch die Praktikantin noch weitere drei Monate behalten möchten. Danach melde ich mich hoffentlich mit konkreten Facts zur Visaverlängerung. Leider weiss ich zu wenig darüber, jeder sagt was anderes zum Thema und ich fand bislang nicht die Zeit mich genauer zu informieren.
Gruss

Volker Feser

Elea | 05.11.2008 | 20:59 Uhr | ID 68287
Re: Touristenvisum schwer verlängerbar

Das wäre wirklich super!
Werde ach versuchen, über Bekannten, der in der Sphäre arbeitet genaueres herauszufinden. Hoffentlich sind wir in ein Paar Tagen weiter...

Volker | 18.11.2008 | 22:34 Uhr | ID 68623
Re: Touristenvisum schwer verlängerbar

Man muss zur Immigración und ein Visum 12-X oder 12-IX beantragen. Dies am besten bevor die drei Monate ablaufen! Hierzu braucht es ein eigens verfasstes Schreiben (solicitud) an Sr. Dr. Juan Ventimilla Aulestia, dass auf Spanisch genau die Gründe für den verlängerten Aufenthalt angibt, welche Aktivitäten man unternimmt (turismo) und wann man das Land an welchem Tag wieder verlassen möchte. Ebenso braucht es eine von der Bank beglaubigte Erklärung über die »solvencia económica«, praktisch eine garantía económica von der jeweiligen Bank ausgestellt event. von der Dt. Botschaft auf Spanisch beglaubigt (was auch gebührenpflichtig ist). Ebenso muss ein formulario ausgefüllt werden, dazu zwei Passfotos in Farbe mit weissem Hintergrund, der original Reisepass mit noch mind. 6 Monate Gültigkeit, dann eine Gebühr von 230 USD. Viel Glück !!

Armin | 21.11.2008 | 15:57 Uhr | ID 68689
VISUM: Was geht und was nicht geht....

Hallo Leute,

nachdem wir uns hier die letzte Woche ebenfalls mit der Visa-Problematik auseinandersetzen durften, hier mal einige Informationen aus erster Hand. Zunaechst was NICHT FUNTIONIERT, wenn man nur mit dem 90-Tage-Stempel im Land ist:

1. Verlaengerung bei der Policia de Migracion von 90 auf 180 Tage ist nicht mehr moeglich (Riobamba, Stand 14.10.)

2. Aus- und wieder einreisen bringt keine weiteren 90 Tage (Grenze Tulcan/Ipiales, Stand 17.11.). Sollte aber eure Aufenthaltserlaubnis kurz vor dem Ende sein, kann man hier bei Wiedereinreise erneut 10 Tage bekommen.

3. Verlaengerung der Aufenthaltserlaubnis auf der Direccion General de Asuntos Migratorios y Extranjeria (auch wenn einem das von der deutschen Botschaft erbaermlicherweise gesagt wird !), die sind naemlich nur fuer Visa ueber 2 Jahre zustaendig (Direccion General, Stand 19.11.)

WAS FUNTIONIERT:
Beantragung eines Visum 12-IX direkt beim Ministerio de Relaciones Exteriores, Comercio e Integracion. Die befinden sich in der Carrión 10-40 y Av. 10 de Agosto, die Visa-Abteilung hat Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag (nicht Mittwoch!) von 09.00 bis 12.00 Uhr geoeffnet.

Das Visum 12-IX ist fuer »Turistas, Deportistas, Estudiantes, Cientificos, Artistas, Comercio, Negocios, Salud«. Fuer die Beantragung braucht man:

- Ein Bittschreiben (solicitud) an Embajador Leonardo Corrion adressiert, in dem Grund fuer das Visum und geplante Aktivitaeten, Termin der Ausreise und eine Erklaerung der eigenen Zahlungsfaehigkeit einthalten sind.

- Eine »Garantia Economica«. Bei mir hat ein screenshot meines Onlinebanking mit genuegend Geld auf dem Konto gereicht (Visaabteilung, Stand 20.11.)

- Das Antragsformular mit Passphoto in doppelter Ausfuerhung, zu finden hier:
http://www.mmrree.gov.ec/ mre/documentos/servicios/visas/ solicitud_visa.pdf

- Kopie des Passes (gueltig noch mindestens 6 Monate) und der relevanten Einreisestempel

Die Beantragung des Visums kostet 30 USD, die man an der Caja im Erdgeschoss einzahlt und eine Quittung mit den Unterlagen abgeben muss. Bei Erteilung des Visums zahlt man dann 200 USD Gebuehr.
Wenn man die Unterlagen abgegeben hat, muss man noch etwa eine halbe Stunde warten, dann bekommt man eines der Antragsformulare gestempelt als »Abholschein« zurueck, die Bearbeitung des Visums dauert vier bis fuenf Tage.
Es kann sein, dass man das Visum noch registrieren muss, das werde ich bei Abholung erfragen.

Was AUCH NOCH FUNKTIONIERT:
Man kann das Visum auch auf einem ecuadorianischen Konsulat im Nachbarland beantragen (Aussage ecuadorianische Botschaft Berlin, 21.11.), dort wollten die aber eine notarielle Garantia Economica von einem Buerger Ecuadors und ein Gesundheitszeugnis einschliesslich HIV-Test.(Konsulat Ipiales, Stand 18.11.)

NOCH EINE BITTE:
Da die Situation recht neu ist, scheint sich auch niemand wirklich damit auszukennen. Deshalb bekommt man oft einfach das erzaehlt, was die Leute irgendwie glauben oder mal gehoert haben. Gerade unter Zeitdruck ist es schwer, zu unterscheiden, was nun eine valide Information ist und was nicht. Daher wuerde ich alle bitten, die hier Informationen publizieren, dazuzuschreiben, von wann und wo diese Information ist. Herzlichen Dank.

Armin | 25.11.2008 | 18:56 Uhr | ID 68801
Nachtrag – Aktualisierung

Hallo Freunde,

ich habe noch ein paar zusaetzliche Informationen zur Visabeantragung:

Wenn man ein Visum 12-IX auf dem Ministerio de Relationes Exteriores beantragt hat, bekommt man eine Ausfertigung des Antrages mit der Zahlungsbestaetigung fuer die 30 Dollar Bearbeitungsgebuehr ausgehaendigt. Mit dieser muss man dann einige Tage spaeter wieder auf die Visastelle des Ministeriums.

Hier bekommt man dann mitgeteilt, ob das Visum authorisiert wurde oder eben nicht. Dann zahlt man im Erdgeschoss die 200 Dollar Visa-Gebuehr ein und reicht den Zahlungsbeleg ein. Nach kurzer Bearbeitung erhaelt man sein Formular nun mit zwei Bezahl-Belegen wieder.

Von da an dauert es nochmals einige Tage, da nun erst das Visum in den Pass gestempelt wird. Bei uns war es allerdings moeglich, diesen Vorgang mit dem Hinweis, wir kaemen extra aus Riobamba, deutlich zu beschleunigen. So haben wir noch am gleichen Nachmittag unseren Pass mit dem Visum bekommen.

REGISTRIERUNG:
Unten auf dem Antragsformular ist zu lesen, man muss das Visum bei der Direccion General de Asuntos Migratorios y Extranjeria registrieren lassen. Nach Auskunft des Ministerio de Relationes Exteriores (24.11.) ist dies auch auf der oertlichen Policia de Migration moeglich.

Diese Registrieung haben wir heute (25.11.) in Riobamba vorgenommen. Hierzu brauchten wir Kopien von Pass, Visum und letztem Einreisestempel sowie einen Mietvertrag bzw. eine Bestaetigung von Freunden, dass wir bei ihnen wohnen.

Im Gegenzug erhielten wir ein »Certificado de Empadronamiento«, das ist eine kleine Plastikkarte mit Photo und den Visa-Daten. Kostenpunkt hierfuer fuenf US-Dollar.

NOCH EIN HINWEIS:
Di gegenwaertige Praxis ist wohl (Stand 25.11.), dass jeder, der ein Visum 12-IX beantragt, 91 Tage Aufenthaltsgenehmigung ab dem Ausstelluntgsdatum des Visum bekommt. Wenn also jemand 180 Tage im Land bleiben will, sollte er das Visum moeglichst gegen Ende der ersten 90 Tage beantragen, da sonst der Rest dieser ersten 90 Tage quasi verfaellt.

Finja | 27.11.2008 | 20:31 Uhr | ID 68846
Re: Touristenvisum schwer verlängerbar

Kann mir dann jemand einen Tipp geben, wann ich meines am besten beantrage? Mein Touristenvisum laeuft noch bis zum 3. Januar, und ich habe keine Ahnung, wie das hier so an den Feiertagen mit dem Arbeitsalltag ablaeuft?
Ich brauche definitiv bis zum 15. Februar ein Visum, da ich aber noch nicht weiss, ob ich meinen Aufenthalt verlaengern moechte, waere es natuerlich schoener, wenn ich so viele Tage wie moeglich bekomme.
Ausserdem bin ich mir nicht sicher, ob ich in dem Brief, den ich fuer den Antrag brauche, erwaehnen soll, dass ich als Voluntaerin arbeite. In der Botschaft in Deutschland hat man mir erzaehlt, ich gelte trotz der Arbeit als Tourist, da ich kein Geld verdiene und keinen Vertag habe...

Filipa | 09.12.2008 | 03:32 Uhr | ID 69140
Re: Touristenvisum schwer verlängerbar

Noch eine Frage:
Wenn man, wie ich, das 90-tage visum nur um 30 Tage verlaengern moechte, bestehen dann trotzdem die gleichen hohen Kosten von $230? Oder gibt es da einen Unterschied?
Gracias im Vorraus fuer hilfreiche Antworten....

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